Bauschutt entsorgen

Der Mensch baut gerne. Gerade der Deutsche ist ja bekannt als Häuslebauer. Es gibt wahrscheinlich kaum ein Land auf der Welt, welches eine so große Dichte an Baumärkten aufweist wie Deutschland. Dauernd hat man ein Zimmer zu renovieren, einen neuen Car-Park oder eine Terrasse zu bauen oder den Partykeller neu zu gestalten. Und wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne beziehungsweise wo gebaut wird, fällt auch Bauschutt an. Nicht selten sind es ganze Kernsanierungen, die man mit ein paar Bekannten selbst erledigt. Und wie jeder weiß, entsteht dabei eine recht große Menge Bauschutt. Aber was genau ist Bauschutt eigentlich? Und wie entsorgt man diesen so günstig und gleichzeitig umweltbewusst wie möglich?

Was genau ist Bauschutt?

Das gößte Problem mit dem Bauschutt ist, dass er meistens aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Materialien besteht und man selbst diese so schlecht voneinander trennen kann. Wenn man ein Badezimmer grundrenoviert und dabei die Kacheln an den Wänden und auf dem Boden samt Verputzung rausbricht, vermischt sich alleine schon das zu einem kleinteiligen Sammelsurium unterschiedlichster Materialien. Wenn man hingegen nur die Holzvertäfelung im Hobby-Keller herausreisst, dann hat man nachher relativ große Stücke Holz, die sich natürlich hervorragend recyceln lassen, auch ohne dass man sie vorher aufwendig von Fremdstoffen trennen müsste. Deshalb gehören laut Definition zum Bauschutt: Beton, Ziegel, Klinker, Steinmaterial, Glas, Gips, Fliesen, Mörtel, Verputze, Stukkatur, Sand, Split, Asphalt, Bitumen und Asbest. Dieser Bauschutt wird nur richtig in einer extra dafür vorgesehen Mülldeponie voneinander getrennt, weiterverarbeitet und wiederverwertet.

Bauschutt gehört auf die Sonder-Deponie

Tatsächlich werden in Deutschland 75 Prozent der Materialien, welche als Bauschutt auf den entsprechenden Deponien landen, wiederverwertet. Das ist eine erfreulich hohe Zahl, denn Wiederverwertung hilft der Umwelt und senkt außerdem die Kosten für die Herstellung, was wiederum dem einzelnen Bauherrn in Form von günstigeren Materialpreisen zu Gute kommt. Ein weiterer Grund, warum Bauschutt nur auf der dafür vorgesehenen Deponien gut aufgehoben ist, sind die Giftstoffe, die teils darin enthalten sind. Materialien wie Asbest sind hochtoxisch und krebserregend und müssen deshalb entsprechend eingelagert beziehungsweise unschädlich gemacht werden. Auf keinen Fall dürfen diese in die Umwelt gelangen. Wer dies auf die leichte Schulter nimmt, handelt nicht nur unverantwortlich, sondern macht sich zudem völlig zu Recht strafbar.

Bauschutt richtig entsorgen

Wenn es sich um eine überschaubare Menge an Bauschutt handelt, um die man sich selber kümmern kann, kann man diese einfach in den Kofferraum oder auf einen kleinen Anhänger packen und zu der entsprechenden Mülldeponie oder auf einen geeignten Recycling-Hof bringen. Dort fällt dann natürlich eine kleine Gebühr an, aber zumindest hat man sich schon mal die Kosten für die Abholung gespart. Hat man eine große Menge Bauschutt oder erwartet diese, wenn man das Haus saniert, dann ist der bequemste und einfachste Weg der Entsorgung, dass man sich vor Beginn einen Container an einer günstigen Stelle von einer entsprechenden Firma aufstellen lässt. Da kann man dann wirklich einfach alles reinschmeißen und den Container mit einem Anruf abholen lassen. Die Firma kümmert sich um die weitere Entsorgung. Natürlich ist dieser Service alles andere als kostenlos und man sollte dies mit in das Budget für das Bauvorhaben einplanen. Sollten beim Renovieren Materialien anfallen, die nicht zum Bauschutt gehören und die auch nicht allzu kleinteilg sind, dann kann man diese entweder mit zum Sperrmüll stellen oder einfach beim nächstgelegenen Recycling-Hof abgeben. Holz, Kork, Papier oder Plastik finden auf diesem Wege zu einer richtigen Entsorgung.

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