Dachpappe entsorgen

Dachpappe hat einen großen Vorteil: sie ist selbst für einen handwerklichen Laien leicht zu verlegen. Das ist einer der Gründe, warum auf den meisten Dächern seit Jahrzehnten mit Dachpappe gebaut wird. Dachpappe hat aber auch einen großen Nachteil: sie besteht zu einem großen Teil aus Teer beziehungsweise aus Bitumen. Hinzu kommen noch eine ganze Reihe anderer Stoffe, die nicht gut für die Umwelt und die Gesundheit des Menschen sind. Deshalb sieht es auch der Gesetzgeber recht streng, wenn es um die ordnungsgemäße Entsorgung von Dachpappe geht. Deshalb sei hier das Wichtigste dazu gesagt.

Dachpappe nicht einfach auf dem Dach lassen!

Ob der ambitionierte Hobby-Handwerker nun das Dach seines neuen Gartenhauses wasserdicht machen will oder er sich vornimmt, das Dach des Familienhauses selbst neu zu decken – um die Dachpappae kommt er wohl nicht herum. Ob Neubau oder Renovierung, die alte Dachpappe beziehungsweise die Reste müssen fachgerecht entsorgt werden. Um dem zu entgehen, kommen ganz große Spezialisten schon mal auf die Idee, die neue Lage Dachpappe einfach auf die alte zu verlegen. Das sollte man unbedingt vermeiden, da man das hohe Gewicht von Dachpappe nicht unterschätzen sollte. Auch besteht erhöhte Brandgefahr, da durch den zusätzlichen Druck in Verbindung mit dem Teer (ein Ölprodukt!) leicht entzündliche Hitze entsteht. Also: Entsorgen von Dachpappe, indem man sie einfach auf dem Dach lässt und die nächste Schicht darüber verlegt, ist im eigenen Interesse nicht besonders schlau.

Dachpappe ist ´überwachungsbedürftiger Abfall´

Von Amts wegen handelt es sich bei Dachpappe um sogenannten ´überwachungsbedürftigen Abfall´, das heißt, dass hier besonders strenge Richtlinien gelten. Eine Entsorgung beim Sperrmüll oder gar im Hausmüll ist daher völlig undenkbar und ausgeschlossen. Ebenfalls nicht erlaubt ist eine Lagerung auf dem eigenen Grundstück. Regen und andere Witterungsumstände würden die schädlichen Stoffe mit der Zeit langsam auswaschen und diese dann in die Umwelt und den Boden gelangen lassen. Das ist eine Umweltsünde auf höchstem Niveau! Im eigenen Interesse und in dem der Gemeinschaft und der Umwelt geht das also gar nicht.

Vorsicht bei der Demontage und Entsorgung von Dachpappe

Sowohl beim Verlegen als auch bei der Demontage und der Vorbereitung zur Entsorgung sollte man Vorsicht walten lassen. Wie gesagt, die schädlichen Stoffe in der Dachpappe sind nicht zu unterschätzen. Deshalb sollte bei jedem Kontakt mit Dachpappe langärmlige Kleidung, Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und eine Atemmaske getragen werden. Die Stücke, die man beim Abbruch herausreißt, sollten sofort in dafür geeignete Kunststoffsäcke verpackt werden. Hierbei gilt: je weniger Dachpappe ungeschützt mit der Umwelt in Kontakt kommt, desto besser ist es für alle Beteiligten. Außerdem sollte Dachpappe nicht mit anderen Bauabfällen vermischt werden.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten die Dachpappe richtig zu entsorgen:

  • Ordentlich verpackt und nicht mit anderen Baustoffen vermischt kann die alte Dachpappe zum regionalen Wertstoffhof gebracht werden. Hier wird meistens eine Gebühr fällig, welche von Region zu Region unterschiedlich ausfällt. Damit die Arbeit nicht zu schwer wird, sollte man darauf achten, die Kunststoffsäcke nicht zu voll zu packen. Dachpappe hat ein enormes Eigengewicht.
  • Je nach der zu erwartenden Menge an Dachpappe, die entsorgt werden muss, lohnt es sich, einen Containerdienst kommen zu lassen. Vor allem das enorme Gewicht ist hier ausschlaggebend. Und man hat selber nichts mehr mit der Entsorgung zu tun.

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