Glühbirnen entsorgen

Glühbirnen sind solche Produkte des Alltags, über die man sich als Verbraucher so gut wie nie Gedanken macht. Das Licht ist an und fertig. Wenn nicht, wird für ein paar Euro eine neue Glühbrine gekauft, eingeschraubt und das Licht brennt wieder. Aber wie funktioniert so eine Glühbirne überhaupt? Was ist eigentlich eine LED-Lampe und was hat es mit diesen Energiesparlampen wohl auf sich? Da hätte man im Physikunterricht mal besser aufpassen sollen, dann wüsste man das jetzt. Was einem im Physikunterricht aber auch keiner gesagt hat, ist, wie man Glühbirnen eigentlich richtig entsorgt und warum das so wichtig ist.

Grundsätzliches zur Entsorgung von Glühbirnen

Auch wenn Glühbirnen ein Produkt des täglichen Bedarfs und auch wenn sie relativ klein sind, bestehen sie nicht nur aus Luft und Licht. Mit anderen Worten: es handelt sich bei Glühbirnen tatsächlich um elektronische Geräte, was im Übrigen auch der Gesetzgeber so sieht. Alte Glühbirnen gehören demnach zum Elektroschrott. Elektroschrott, ob Glühbirne oder Waschmaschine, hat im Hausmüll absolut nichts verloren. Auch auf den Sperrmüll gehört Elektroschrott nicht, es sei denn, man hat das vorher mit der zuständigen Behörde abgesprochen. Und auch wenn man alte Glühbirnen hervorragend in der Restmülltonne verstecken kann, ist es keine gute Idee, das auch zu tun. Darunter leidet nämlich nicht nur die Umwelt, sondern letztendlich auch der Verbraucher. Denn so eine Glühbirne besteht aus allerlei Materialien, die man hervorragend wiederverwerten kann. Recycelt man diese Stoffe nicht oder so gut wie nicht, müssen wiederum die Ressourcen der Welt zur Neuproduktion herangezogen werden. Und irgendwann sind keine Ressourcen mehr da und alle stehen wieder im Dunkeln, um es ein wenig überspitzt zu formulieren. Außerdem zahlt sich vernünftiges Recyceln im Endeffekt für den Endverbraucher immer aus, weil dadurch auch die Produktionskosten für den Hersteller und damit der Preis für den Kunden sinken. Wer besonders schlau sein will und mittel- und langfristig denkt, der recycelt also.

Glühbirnen entsorgen in den örtlichen Sammelstellen

Bestimmt hat sie jeder schon einmal wahrgenommen: Sammelstellen für alte Glühbirnen. Wahrscheinlich geht jeder mindestens einmal am Tag an so einer Sammelstelle vorbei, ohne es zu bemerken. Ähnlich wie für Batterien, stehen in vielen Supermärkten, Elektronik-Geschäften oder in Baumärkten diese kleinen Boxen, in die man seine alten Glühbirnen einfach kostenlos reinschmeissen kann. Diese Boxen werden nicht etwa vom Gesetzgeber dort aufgestellt, sondern von Firmen, welche sich auf das Recyceln von Glühbirnen spezialisiert haben und die dafür sorgen, dass alles an der Glühbirne so weit wie möglich zurück in den Kreislauf kommt. Denn so eine Glühbirne besteht neben hochwertigem Glas auch aus teils recht seltenen Metallen und Plastikverbundstoffen, die sich allesamt ganz hervorragend voneinander trennen und dann recyceln lassen. Wenn man also das nächste mal einkaufen geht, dann nimmt man einfach die alten Glühbirnen mit und tut was für die Umwelt. Und nebenbei schafft man auch noch Arbeitsplätze im Bereich Recycling. Auch die meisten Elektronikhändler (ab einer bestimmten Größe an Verkaufsfläche) sind sogar dazu verpflichtet, die alten Glühbirnen anzunehmen, wenn man bei ihnen eine neue kauft. Schließlich handelt es sich ja um Elektroschrott und da ist der Gesetzgeber sehr penibel.

Ein Appell zum Schluß

Glühbirnen machen das Leben deutlich unbeschwerlicher. Man stelle sich eine Welt ohne elektrisches Licht vor! Und nun stelle man sich vor, wie viel Glühbirnen es wohl alleine in Deutschland gibt und wie viel davon täglich kaputt gehen und entsorgt werden müssen. Gezählt hat das wahrscheinlich noch keiner, aber mit ein bisschen Vorstellungskraft wird schnell klar, über welche Massen hier gesprochen wird. Und wie gesagt: das ist alles Material, welches nicht nur gut wiederverwertet werden kann, sondern unbedingt auch wiederverwertet werden muss. Und wenn da jeder mitmacht, ist die Welt schon wieder ein bisschen besser.

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