PC entsorgen

PC und Computer entsorgen

Experten schätzen, dass sich bis zu insgesamt 22 Millionen ausrangierter PCs noch in den deutschen Privathaushalten befinden. Diese sollten durch ihre Besitzer entweder zum Recycling gegeben oder aber verkauft werden. Doch bei der Entsorgung eines alten und ausrangierten PCs ist so einiges zu beachten.

Erster Schritt: private Daten löschen

Auf der Festplatte eines alten Computers finden sich möglicherweise noch vertrauliche private Details in Gestalt von Fotos oder gar von Dokumenten. Ehe der alte Computer nun entsorgt oder veräußert wird, sollten zunächst erst einmal diese Daten gelöscht, beziehungsweise überschrieben werden, die sich möglicherweise noch auf der Festplatte des PCs befinden.

Hierbei sollte allerdings auch berücksichtigt werden, dass es mit einer entsprechenden Software grundsätzlich sogar möglich ist, bereits gelöschte Daten auf einer Festplatte wieder herzustellen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt daher grundsätzlich, vor der Verschrottung oder der Veräußerung eines PCs  dessen Festplatte mittels geeigneter Softwarelösungen zu säubern. Ein solches Software-Programm ist beispielsweise die Anwendung Eraser. Sie kann vom bekannten Online-Portal Chip.de inzwischen völlig kostenlos herunter geladen werden und sorgt zuverlässig dafür, dass sich sämtliche Speichermedien wie beispielsweise Festplatten, externe Speicher und SD-Karten vollständig überschreiben lassen.

Auch dann, wenn der alte Computer längst kaputt ist, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, die ein Auslesen der Festplatte oder deren Wiederherstellung durch Remagnetisierung oder ähnliche Verfahren unmöglich machen. So wird durch BSI geraten, sämtliche externen Datenträger zu schreddern, die betreffende Festplatte jedoch auszubauen, sie in eine Plastiktüte zu stecken, um dann anschließend mehrfach mit einem stabilen Hammer oder Fäustel darauf zu schlagen und die Festplatte so endgültig zu zerstören.

Der zweite Schritt: den PC spenden?

Ist der betreffende PC jedoch noch funktionsfähig oder lässt er sich gar mit nur wenig Aufwand wieder in den Zustand der Betriebsbereitschaft zurück versetzen und am Ende gar aufrüsten, indem beispielsweise der Arbeitsspeicher (RAM) aufgestockt und eine größere Festplatte eingebaut wird, dann sollte man als Besitzer auch über die Möglichkeit nachdenken, den alten und ausrangierten PC für gemeinnützige Zwecke zu spenden.

Hier kommt der PC beispielsweise bedürftigen Kindern, sozial benachteiligten Bürgern oder auch Arbeitsuchenden zugute und kann ihnen helfen, einen Weg in ein normales und selbstbestimmtes Leben zu finden.

Die Rückgabe an den Händler

Im Zuge des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) hat der Gesetzgeber die Händler verpflichtet, ihre Elektronikgeräte am Ende von deren Nutzungsdauer kostenlos vom Verbraucher zurück zu nehmen. Viele Händler praktizieren dies bereits, machen aber nicht selten die Rücknahme vom Nachweis abhängig, dass das betreffende Gerät tatsächlich bei ihnen gekauft worden ist.

Abgabe beim Wertstoffhof

Eine Alternative stellt auch die Abgabe des alten PCs beim nächsten Wertstoffhof dar. Da die Platinen wertvolle Rohstoffe enthalten, nehmen die Recyclinghöfe Altgeräte in haushaltsüblichen Mengen gern ab und führen sie dann einer sachgerechten Entsorgung, beziehungsweise dem Recycling zu.

Der Verkauf bei privatwirtschaftlichen Abnehmern

Viele privatwirtschaftliche Abnehmer haben sich inzwischen auf den Aufkauf von alten PCs spezialisiert. Für den Verbraucher hat dieses Verfahren den Vorteil, dass die Firmen zu ihm nach Hause kommen, um die entsprechenden Altgeräte dort unmittelbar vor Ort abzuholen. Nach der Abholung werden die Geräte dann begutachtet. Sie werden entweder instand gesetzt und weiter verwendet oder aber sachgerecht entsorgt.

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