Rigipsplatten entsorgen

Rigipsplatten entsorgen

Sogenannte Rigipsplatten bestehen aus Gipskarton (GK) und besitzen einen beidseitigen Kartonagen-Bezug. Sie sind besonders stabil und zugfest und finden traditionell im Trocken-, aber auch im Akkustikbau, ihre Verwendung. Wie aber werden die beliebten Bauelemente dann letztendlich entsorgt?

Die Entsorgung ist mengenabhängig

Für die beliebten und vielseitig verwendbaren Rigipsplatten gilt, was auch für viele andere Baustoffe und Bauelemente hinsichtlich ihrer Entsorgung relevant ist. Die Prozedur ihrer Entsorgung ist nämlich grundsätzlich abhängig von der jeweils anfallenden Materialmenge.

Kleinere Mengen an Rigipsplatten können schlicht und einfach über die konventionelle Restmülltonne entsorgt werden. Handelt es sich dann allerdings um größere Mengen an Rigipsplatten, so müssen bei einem Entsorger Container zur sachgerechten Entsorgung geordert werden.

Achtung: Nicht vermischen!

Werden reine Rigipsplatten entsorgt, nicht jedoch Baumischabfälle, so ist dies für den Verursacher in der Regel teurer. Auch ist es hier dann grundsätzlich vorgeschrieben, dass der entsprechende vom Entsorger bereit gestellte Container tatsächlich am Tag seiner Abholung ausschließlich die deklarierten Rigipsplatten enthalten darf.

Eine Vermengung der zur Entsorgung vorgesehenen Rigipsplatten oder auch Rigipsplattenreste mit Verpackungsmaterialien, mit Bauschutt oder gar mit Baumischabfällen darf auf gar keinen Fall erfolgen.

Verschnitt kalkulieren!

Wer als Bauherr bei Bauarbeiten im Trockenbau Rigipsplatten verarbeitet oder durch entsprechende Fachbetriebe verarbeiten lässt, der kann bereits im Vorfeld der Baumaßnahmen mit einem Verschnitt an Rigipsplatten kalkulieren, welcher sachgerecht entsorgt werden muss.

Besonders durch den Verschnitt der Rigipsplatten an den Tür- und Fensteröffnungen ist grundsätzlich mit zwischen 4 % und 5 % an Abfall zu rechnen, für den am besten rechtzeitig ein Container disponiert werden sollte.

Welchen Container zur Entsorgung von Rigipsplatten bestellen?

Hierfür gibt es für den Bauherrn, welcher Rigipsplatten entsorgen möchte, zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Die Art des entsprechend zu disponierenden Containers hängt nämlich ganz entscheidend von der Frage ab, ob ausschließlich Rigipsplatten oder Rigipsplattenreste entsorgt werden sollen oder ob die Entsorgung pauschal als Baustellenmischabfall vorgenommen werden soll.

Für den zuerst genannten Fall bieten die meisten Entsorger und Containerdienste Transportbehältnisse im Rahmen der abfallarten „Gipsabfälle und Rigips“ an. Geht es jedoch um die Entsorgung von Rigipsplatten oder von Rigipsplattenresten gemeinsam mit anderen Baustellenabfällen, so muss in diesem Fall ein Container für Baustellenmischabfälle beim jeweiligen Entsorger angefordert und benannt werden.

Manche Entsorger lassen es jedoch nicht zu, dass Rigipsplatten, Rigipsplattenreste oder Rigipsplatten mit Anhaftungen von Styropor als Bestandteile sogenannter Bauschuttgemische gemäß der AVV 17 01 07 entsorgt werden. Es ist also bereits rechtzeitig vor der Bestellung eines Containers erforderlich, sich beraten zu lassen.

Was gehört in einen Container zur reinen Entsorgung von Rigipsplatten und Rigipsplattenresten (kein Baustellenmischabfall-Container!)?

In einen Container, welcher ausschließlich zur sachgerechten Entsorgung von Rigipsplatten und von Rigipsplattenresten durch den Bauherrn disponiert worden ist, gehören nach Definition der meisten bundesdeutschen Entsorger die folgenden Materialien, beziehungsweise Baustoffe: Gipsreste, Gipsabfälle, Rigipsplatten, Rigipsplattenreste, Baugips.

Auf gar keinen Fall dürfen in einen solchen Container eingebracht werden: Plastik oder PVC, Metall oder Schrott, Erde oder Baumischabfälle, Styropor, Rigispsplatten mit Styroporanhaftungen, Rigipsplattenreste mit Styroporanhaftungen, Bauschuttgemische.

Die Verwertung von Rigipsplatten und Rigipsplattenresten

Rigipsplatten und Rigipsplattenreste werden heute im Allgemeinen auf entsprechend geeigneten Deponien endgelagert. Jedoch lässt sich sogenannter REA-Gips inzwischen auch bereits mehr oder minder vollständig recyceln.

 

1 Kommentar

  1. Bernd Jung

    Es ist falsch das Laminat Sperrmüll ist. Im Werra Meissner Kreis ist Laminat kein Sperrmüll und wird nicht angenommen. Das sollten Sie eventuell in ihrem Artikel berücksichtigen, nicht alle Landkreise tun dies.

    http://www.zva-wmk.de/index.php?id=22&site=ZVA-WMK%2FWas+wohin%2FSperrm%C3%BCll%2F

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