Weihnachtsbaum entsorgen

Alle Jahre wieder…kommt nicht nur das Christkind oder der Weihnachtsmann oder wen man sonst noch so an Heiligabend voller Vorfreude bei sich erwartet, sondern es wird traditionell auch ein mehr oder weniger stolzer Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Das ist die eine Seite der Medaille, die, welche glänzt und Freude macht. Die Kehrseite ist das danach. Anfang Januar müssen sich Millionen Haushalte in Deutschland die immer gleiche Frage stellen: wohin jetzt mit dem Ollen Baum? Wie entsorgt man eigentlich einen Christbaum richtig? Kann man den nicht einfach zurück in den Wald schmeißen, dorthin, wo er hergekommen ist?

Zur letzten Frage: nein, das kann man nicht. Auch wenn man den Baum vorher penibel abgeschmückt hat und somit nur ´natürliche´ Materialien in den Wald gelangen, die sich auf ganz natürlichem Wege dort zersetzen würden, so gilt der Weihnachtsbaum in diesem Falle vorm Gesetzgeber als nicht sachgemäß entsorgter Müll. Vielleicht würde die Polizei auch ein Auge zudrücken, wenn sie einen bei so einer Nacht- und Nebelaktion erwischen würde, aber man muss sich doch noch eine andere Frage stellen, nämlich: wenn das jeder machen würde? Wie würde das Aussehen, wenn alle deutschen Haushalte ihren Weihnachtsbaum in den nächsten Wald werfen? Genau! Schön geht anders. Aber man hat ja durchaus elegantere Möglichkeiten.

Weihnachtsbäume richtig entsorgen

  • Wenn man einen grünen Daumen hat, dann kauft man sich seinen Weihnachtsbaum von Anfang an nicht als geschnitten, sondern mit Wurzelwerk. Somit hat man die Möglichkeit, den Baum nach Weihnachten einfach im Garten einzupflanzen, das ganze Jahr lang zu hegen und zu pflegen und im nächsten Jahr einfach wieder aufzustellen. Wer ganz viel Freude an Weihnachten hat, der lässt ihn auch einfach das ganze Jahr über geschmückt im Garten stehen. Wen interessiert schon, was die Nachbarn über einen denken? 
  • Fast alle Gemeinden bieten in den Januarwochen einen kostenlosen Abholservice der alten Weihnachtsbäume an. Dafür muss man sich nur im Müll-Kalendar oder telefonisch bei der entsprechenden Behörde informieren und am entsprechenden Datum den Baum einfach an der Straße vorm Haus ablegen. Aber er muss unbedingt komplett abgeschmückt sein. Das gilt auch für Kunstschneespray. Dieses wäscht man am besten vorher so gut es geht ab. 
  • Wer einen Kamin oder Ofen hat, der kann seinen Weihnachtsbaum dann auch noch rituell verbrennen und für Wärme und Romantik daheim sorgen. Einfach den Weihnachtsbaum in handliche Stücke sägen und mit der Familie im Arm und einem Glühwein in der Hand vorm Kamin Abschied davon nehmen. 
  • Man kann den Christbaum tatsächlich auch über den Hausmüll in der Tonne entsorgen. Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand: dafür muss man den Weihnachtsbaum auch zuvor erst in kleine Teile zerlegen, die auch in die Tonne passen. Landet er in der Restmülltonne, werden seine Überreste in der Müllverbrennungsanlage verbrannt. Landet er in der Bio-Mülltonne, wird er letztendlich kompostiert. 
  • Wenn man keinen Kamin und den Abholtermin verschlafen hat, bleibt einem immer noch die Möglichkeit, den Weihnachtsbaum einfach kostenlos beim örtlichen Recycling-Hof abzugeben. Dafür muss man ihn natürlich nur auch dorthin bringen. Aber ob man ihn jetzt in den Wald werfen will oder völlig legal doch lieber beim Recycling-Hof vorbeifährt, in beiden Fällen sollte man vor dem Abtransport das Fahrzeug entsprechend präparieren. Eine Plane oder ein Bettlaken im Kofferraum auszulegen, schützt einen vor der Arbeit, nachher säckeweise Nadeln mit der Hand aus dem störrischen Filzstoff zu klauben.

Ganz wichtig!

Nochmal zum Schluß: es ist in allen Fällen unbedingt notwendig, dass man den Weihnachtsbaum VOR der Entsorgung komplett abschmückt. Das gilt nicht nur für Christbaumkugeln und Zuckerstangen, sondern auch für Kunstschnee und Lametta!

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