Efeu entsorgen

Efeu entwickelt mit den Jahren eine enorme Wachstumskraft und wuchert überall da, wo der Gartenfreund es eigentlich nicht haben will. Mit dem Ausreißen und Entfernen allein ist es aber nicht getan, das angesammelte Efeu muss auch entsorgt werden. Dann stellt sich die Frage: Kompost oder nicht? Wie soll man Efeu richtig entsorgen?

Wie entsorgt man Efeu?

Efeu sollte komplett mit der Wurzel ausgegraben werden. Kleine Mengen ohne Haftwurzeln können direkt im Garten über den Kompost entsorgt werden. Efeuranken mit Haftwurzeln oder Früchten können sich im Kompost weiter ausbreiten.

Größere Mengen Efeu gehören deshalb in Biosäcken verpackt und über die Müllabfuhr oder die lokale Sammelstelle für Grünabfall entsorgt. Zerhäckseln ist keine gute Idee, weil dabei gesundheitsschädliche Partikel freigesetzt werden.

Efeu ist ein Übel, das bei der Wurzel gepackt werden muss

Eine sinnvolle und wirksame Entsorgung von Efeu schließt die Entfernung der Wurzel mit ein. Ist das nicht der Fall, wächst das Efeu schnell wieder nach und der aufwendige Zyklus beginnt von vorne.

Bei dichtem Efeubesatz ist die Wurzel nicht auf Anhieb zugänglich, sodass zunächst die Blätter beschnitten und dann die Wurzeln ausgegraben werden müssen. Das noch immer häufig praktizierte Ausziehen der Wurzeln ist unnötig anstrengend und schwierig.

Beim Entfernen des Efeus sollte bereits sorgfältig darauf geachtet werden, ob die Ranken über Haftwurzeln oder gar Früchte verfügen.

Haftwurzeln und Früchte sorgen dafür, dass auch aus dem gejäteten Efeu bald wieder neue Pflanzen entstehen – das bedeutet, die Arbeit beginnt von vorne. Für die richtige Entsorgung spielt dieser Umstand eine wichtige Rolle.

Nur kleine Mengen Efeu gehören auf den Kompost

Für die Entsorgung von Gartenabfällen bietet der Komposthaufen immer eine naheliegende Lösung. Gejäteter Efeu ist auf diesem aber nicht immer gut aufgehoben.

Denn größere Mengen an Efeu, der bereits über Haftwurzeln oder Früchte verfügt, schlägt dann im Kompost im wahrsten Sinne des Wortes Wurzeln und bildet neue Ranken aus, die sich aufgrund der idealen Bedingungen in ihrer unmittelbaren Umgebung besonders schnell verbreiten.

Für Efeu mit Haftwurzeln und Früchten ist ein Kompost eine Art Nährflüssigkeit – deshalb sollte er dort keinen Platz finden. Unter Umständen wird durch die Hinzufügung von triebfähigem Efeu der ganze Kompost unbrauchbar gemacht.

Eine mögliche Lösung ist es, die Efeuranken mehrere Tage lang gut austrocknen zu lassen und erst dann auf den Kompost zu geben. Ein weiterer Schutz ist eine zusätzliche Schicht weiterer Gartenabfälle.

Bei Ranken mit Früchten helfen allerdings auch diese Maßnahmen nicht weiter – sie gehören schlicht nicht auf den Kompost.

Efeu für die Entsorgung nicht mit dem Häcksler zerkleinern

Ebenfalls strikt abzuraten ist vom Einsatz eines Häckslers. Häufig ist der gut gemeinte Ratschlag zu lesen und zu hören, dass Efeu mit einem Häcksler zerkleinert werden sollte und dann ohne Probleme dem Kompost beigemengt werden kann.

Auch aus gesundheitlichen Aspekten ist von diesem Schritt aber dringend abzuraten. Beim Zerhäckseln des Efeus lösen sich winzige Partikel, die sich negativ auf die menschlichen Atemwege auswirken können.

Vor allem aber wird das gesetzte Ziel mit diesem Arbeitsschritt gar nicht erreicht: Selbst die kleinen, vermeintlich völlig harmlosen Stücke, können weitere Triebe ausschlagen und große neue Efeuranken hervorbringen.

Am besten wird der Efeu deshalb ganz aus dem Garten verbracht – als Gartenabfall.

Efeu in Säcken sammeln und als Gartenabfall entsorgen

Die beste Lösung für die Entsorgung von Efeu ist es, die ausgegrabenen Wurzeln und abgeschnittenen Ranken in Biosäcken zu sammeln.

Diese prall gefüllten und verschnürten Säcke können dann einfach über die ganz normale Müllabfuhr entsorgt werden.

Bei größeren Mengen ist auch ein Transport zur öffentlichen Grünabfall-Sammelstelle möglich und sinnvoll. In der Regel ist die Abgabe dort kostenfrei, die genauen Konditionen variieren aber von Gemeinde zu Gemeinde und sind deshalb jeweils vor Ort zu erfragen – über das Internet oder mit einem Anruf.