Sägemehl entsorgen

Sägemehl fällt überall da an, wo mit Holz gearbeitet wird: Das betrifft fleißige Heimwerker ebenso wie die Besitzer eines Kamins. Wird Holz zersägt oder anderweitig zerkleinert, fallen Sägespäne an. In den meisten Fällen gibt es für die Holzspäne keine sinnvolle Verwendung und sie sollen entsorgt werden. Wohin also mit dem unvermeidlichen Sägemehl? Wie soll man Sägespäne entsorgen?

Wie entsorgt man Sägemehl?

Sortenreine Holzspäne können kompostiert oder über die Biotonne entsorgt werden; das Abladen in einem öffentlichen Wald ist nicht gestattet. Die Entsorgung von Sägemehl ist in kleinen Mengen als Restmüll möglich und in größeren Mengen über den Wertstoffhof.

Sägespäne lassen sich außerdem als Heizmaterial für einen geeigneten Ofen verwenden.

Sortenreines Sägemehl darf in die Biotonne oder auf den Kompost

Eine umweltfreundliche Möglichkeit zur Entsorgung von Holzspänen ist die Biotonne oder – falls vorhanden – der heimische Kompost. Für diese Art der Entsorgung ist besonders wichtig, dass die Sägespäne nicht mit anderen Stoffen verunreinigt wurden.

Nur unbehandeltes, naturbelassenes Holz ist für eine Kompostierung geeignet. Aber bitte unbedingt beachten: Auch Sägespäne ohne künstliche Zugaben und Verschmutzungen dürfen nicht einfach in der Natur entsorgt werden. Die mitunter verbreitete Unsitte, Holzspäne einfach im Wald zu verstreuen, ist ausdrücklich nicht gestattet und kann empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Eine Ausnahme von dieser Regel stellt privater Waldbesitz dar: Auf diesem darf Sägemehl verstreut werden, allerdings auch nur dann, wenn es sich dabei um sortenreine Sägespäne ohne chemische Verunreinigung handelt.

Grundsätzlich ist reines Sägemehl für die Bäume eine gute Sache: Es dämmt den Wuchs von Unkraut ein und bietet insbesondere Nadelbäumen zahlreiche wichtige Nährstoffe.

Sägemehl als Heizmaterial für den eigenen Ofen oder Kamin verwenden

Eine bequeme Art der Entsorgung von Holzspänen ist der eigene Ofen oder Kamin, sofern ein solcher vorhanden ist. Auch hier ist wichtig, dass es sich um unbehandeltes Sägemehl handelt – auf keinen Fall sollten Sägespäne mit Kleberesten oder anderen Chemikalien einfach in den Ofen geworfen werden: Dabei können giftige Dämpfe oder Stichflammen entstehen.

Gewöhnliches Sägemehl, wie es beim Zerkleinern von Holz anfällt, kann in jedem Fall einfach in den Ofen oder in den Kamin gegeben werden – die Handhabung wird erleichtert, wenn die Holzspäne in eine unbeschichtete Papiertüte gepackt werden.

Größere Mengen Sägemehl nimmt der Wertstoffhof an

Während die Biotonne oder der heimische Kompost für kleinere Mengen von Holzspänen eine gute Lösung darstellen, muss für größere Mengen ein anderer Weg gesucht werden.

Der örtliche Wertstoffhof oder eine kommunale Kompostierungsanlage nehmen auch größere Mengen an Sägemehl kostenfrei an – allerdings sind mitunter Höchstgrenzen festgelegt, die man zwar durchaus überschreiten darf, in diesem Fall aber Gebühren bezahlen muss.

Die Maximalgrenze und die Höhe der Gebühren variiert von Kommune zu Kommune und sollte vor der Abgabe gegebenenfalls auf der offiziellen Webseite erfragt werden.

Alternative Verwendungszwecke bieten Tierhaltung und Räucherkammer

Tatsächlich können Sägespäne auch sinnvoll weiterverwendet werden – eine Nutzung als Heizmaterial ist dabei nur eine von mehreren möglichen Optionen. Für den Einsatz in einer Räucherkammer sind Holzspäne ebenfalls sehr geeignet und so mancher Schlachter oder Fleischer freut sich über ein Kontingent von Sägemehl, das ihm überlassen wird.

Für das Räuchern von Schinken ist das naturbelassene Holz hervorragend geeignet. Auch als Einstreu für kleine Tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hühner kann Sägemehl äußerst nützlich sein. Wer entsprechende Kontakte in seinem Umfeld besitzt, kann nachfragen, ob vielleicht Bedarf an einer Lieferung Sägespäne besteht.

Sägespäne mit Bindemitteln gehören in die Restmülltonne

Sägemehl aus MDF bzw. OSB und Spanplatten sind bei der Entsorgung die große Ausnahme. Falls beim Zersägen solcher Platten Sägemehl anfällt, gehört dies nicht in die Biotonne und auch nicht in die freie Natur, sondern schlicht und ergreifend in die graue Restmülltonne.

Die verwendeten Bindemittel und Klebstoffe sind nämlich umweltschädlich und können nicht auf natürliche Weise abgebaut werden. Auch als Tierstreu oder Heizstoff sind sie nicht zu empfehlen. Lediglich zum Aufsaugen von Öl oder als Werkstoff für Holzgussteile kann dieses Sägemehl noch sinnvoll genutzt werden.