Sperrholz entsorgen

Sperrholz richtig entsorgen

Sperrholz zählt zu Mischhölzern und findet sich in den meisten Haushalten. Es findet sich zum Beispiel in Möbeln wie Tischen oder Holzstühlen. Im Baugewerbe wird das Material häufig für Zwischenwände verwendet. Irgendwann kommt aber selbst dieses robuste und beständige Mischholz in die Jahre. Die Frage ist, wie geht man vor, wenn man Sperrholz entsorgen möchte?

Sperrholz darf nicht im Hausmüll entsorgt werden, da es zu den behandelten Holzsorten gehört. Sperrholz besteht nämlich aus Holz- und Leimschichten. Zur Entsorgung kann es aber als Sperrmüll angemeldet werden.

Woraus besteht Sperrholz eigentlich?

Sperrholz ist ein Verbundmaterial. Es wird aus mehreren Schichten Holz hergestellt, die miteinander verleimt werden. Für die Herstellung von Sperrholz werden einzelne Holzplatten verwendet, die von minderwertiger Qualität sind. Weil solche Holzplatten keine großen Abnehmer haben, sind sie vergleichsweise günstig, was auch die Herstellung von Sperrholz sehr günstig macht.

Die einzelnen Holzplatten werden immer in einem 90° Winkel übereinander verleimt und unter hoher Wärmeeinwirkung gepresst. Als Klebstoff wird ein Leim aus Polyurethan verwendet, der frei von Formaldehyd ist.

Durch die Art der rechtwinkligen Verleimung verriegeln sich die einzelnen Schichten gegenseitig und beschränken sich in ihren Bewegungen. Das Holz kann also weder aufquellen, noch kann es sich zusammenziehen. Das Sperrholz behält seine Form, auch wenn es hohen Temperaturen oder Feuchtigkeit ausgesetzt wird.

Allgemeines zur Entsorgung von Sperrholz

Sperrholz gehört zu der Klasse der behandelten Holzsorten. Zu dieser Klasse gehören alle Arten von Holz, die mit anderen Stoffen wie zum Beispiel Beize, Farbe, Lack oder Leim behandelt wurden. Die Entsorgung von behandeltem Holz ist etwas umständlich.

Im Gegensatz zu unbehandeltem Holz kann Sperrholz nicht recycelt werden. Selbst kleine Sperrholzreste dürfen nicht über den normalen Hausmüll entsorgt werden.

Die Holzstücke können auch nicht einfach klein gesägt und verbrannt werden. Zum einen würden durch die Verbrennung aus dem Leim Dämpfe entstehen, die gesundheitsschädlich sind. Zum anderen würden die Klebstoffpartikel sich mit der Zeit im Schornstein absetzen. Es besteht das Risiko, dass sich Ruß daran ansetzt und mit der Zeit der Schornstein verstopft.

Entsorgung im Sperrmüll

Eine Entsorgung von Sperrholz über Sperrmüll ist möglich. Hierbei kommt es aber auf die Größe und die Menge an. Einzelne Stühle oder ein Küchentisch lassen sich in der Regel ohne Schwierigkeiten als Sperrmüll anmelden. Größere Objekte wie eine Arbeitsplatte werden von den Abholunternehmen dagegen oft nicht mitgenommen.

Das hängt damit zusammen, dass der Platz in den Sperrmülltransportern begrenzt ist. In manchen Gemeinden sind die Fahrzeuge zu festen Terminen unterwegs und müssen so viel Sperrmüll wie möglich mitnehmen. In anderen Gemeinden muss man seinen Sperrmüll extra anmelden. Die Unternehmen planen anhand der Anmeldungen die Termine, die sinnvollsten Routen und die Größe der Transportfahrzeuge.

Für die richtige Planung ist es wichtig, dass die Kunden die Menge an Sperrmüll genau festlegen und aufführen, was entsorgt werden muss. Wenn Stücke wie beispielsweise eine Sperrholzarbeitsplatte nicht vom Sperrmülltransporter mitgenommen werden können, werden die Kunden darüber im Vorfeld informiert.

Einige Unternehmen erlauben das Zerkleinern von sperrigen Stücken. Eine zu große Sperrholzplatte kann im Vorfeld in zwei oder mehr Teile zersägt werden, damit das Sperrmüllunternehmen sie dann auch mitnimmt. Da nicht alle Unternehmen diese Option anbieten, muss man direkt im Vorfeld nachfragen, ob die Mitnahme von zerkleinerten Sperrholzstücken überhaupt möglich wäre.

Wie lässt sich Sperrholz sicher entsorgen?

Wer viel Sperrholz bei sich zuhause hat, der sollte sich einen Altholzcontainer mieten. Dazu lohnt es sich, im Internet nach Containerdiensten in der Umgebung zu suchen und die Preise zu vergleichen. Die Container werden von den Unternehmen zu einem individuell wählbaren Zeitpunkt geliefert und auch wieder abgeholt.

Allerdings sollte man nicht direkt für das erste Stück Sperrholz direkt einen Container anmieten, sondern erst abwarten, bis eine entsprechend große Menge zusammengekommen ist. Steht beispielsweise eine Renovierung an, dann sollte man auf jeden Fall einen Container anmelden. Für einen einzelnen Stuhl wäre das Anmieten dagegen etwas übertrieben.

Alternative Entsorgungsmöglichkeiten

Sind die Sperrholzstücke in einem guten Zustand, kann es sich lohnen sie als gebrauchte Ware zu verkaufen. Möbelstücke wie Tische und Stühle können unter anderem bei Flohmärkten kostengünstig ihren Besitzer wechseln. Manche Möbelhäuser kaufen solche Stücke auch an oder geben den Kunden Warengutscheine oder Prozente auf den nächsten Einkauf.

Darum kann es sich durchaus lohnen, wenn man erst einmal versucht Gegenstände aus Sperrholz zu verkaufen. Sollte das nicht funktionieren, können die Stücke immer noch über den Sperrmüll oder in einem Altholzcontainer entsorgt werden.

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