Adblue entsorgen

Aus aktuellem Anlass haben wir einen Artikel über die Gefahr (und richtige Entsorgung) des Coronavirus verfasst.

Adblue ist für den Betrieb von Dieselfahrzeugen unentbehrlich. Als wichtiger Betriebsstoff sorgt er für eine Reduktion der Emissionen, besitzt aber nur eine eingeschränkte Haltbarkeit. Aufgrund dieser Empfindlichkeit kann es mitunter vorkommen, dass Adblue entsorgt werden muss.

Wie entsorgt man Adblue?

Die Verpackung der Adblue-Nachfüllpacks können normalerweise in der Restmülltonne entsorgt werden. Adblue ist potenziell wassergefährdend, darf als Harnstoff aber in kleinen Restmengen über den Abfluss entsorgt werden. In großen Mengen sollte Adblue über den Wertstoffhof entsorgt werden.

Adblue ist temperaturempfindlich und besitzt nur eine eingeschränkte Haltbarkeit. Adblue darf nicht direkt der Sonne bzw. hohen Temperaturen ausgesetzt oder verunreinigt werden!

Adblue ist wichtig zur Einhaltung der Abgasgrenzwerte

Die vonseiten der Europäischen Union zunehmend verschärften Abgaswerte haben den Betrieb von Dieselmotoren erschwert. Damit die Grenzwerte eingehalten werden können, ist der Einsatz eines Katalysators notwendig.

Dieser Katalysator benötigt den Wirkstoff Ammoniak. Weil nun aber Ammoniak bekanntlich giftig ist, wird es lediglich über einen Umweg erzeugt und eingesetzt: Die synthetisch hergestellte Harnstoff-Wasserlösung Adblue, an sich völlig ungefährlich, wird während des Betriebs durch Wärme in Ammoniak umgewandelt.

Adblue ist also temperaturempfindlich und besitzt demzufolge auch nur eine eingeschränkte Haltbarkeit. Es muss außerdem frostsicher gelagert werden.

Normalerweise muss Adblue nicht entsorgt werden

Bei einem normalen Verbrauch von Adblue wird dieses nach und nach in Ammoniak umgewandelt und muss daher nicht entsorgt werden. Es ist auch wichtig, dass Adblue nicht verunreinigt wird bzw. in den Adblue-Tank keine andere Flüssigkeit gelangt.

Nur im Falle einer Verunreinigung oder anderweitigen Verderbnis kann es der Fall sein, dass Adblue zur Entsorgung ansteht. Eine solche Verderbnis kann bereits der bloße Kontakt mit Sauerstoff sein, der das Adblue zu einer Gefahr für den Motor macht.

Es sollte überdies immer rechtzeitig nachgefüllt werden, anderweitig verweigert der Motor den Dienst. Die Verpackung der Nachfüllpacks, die im Handel erhältlich sind, können normalerweise ohne Weiteres in die normale graue Restmülltonne.

Adblue ist ungiftig und biologisch abbaubar

Adblue unterliegt keiner Kennzeichnungspflicht und ist ein weitgehend ungiftiger Stoff. Es ist vollkommen mischbar und biologisch abbaubar, seine Entsorgung ist daher in den meisten Fällen völlig unproblematisch.

Das Europäische Chemikalienrecht erkennt keinerlei besondere Gefährdung im Zusammenhang mit Adblue. Allerdings gilt Adblue als wassergefährdend (Stufe 1) und darf daher nicht in großen Mengen ins Grundwasser gelangen.

Eine Entsorgung kleiner Mengen, die als Rest nach der Befüllung im Kanister verbleiben, ist über den Abfluss also durchaus möglich. Der Harnstoff kann vom Klärwerk gut verarbeitet und abgebaut werden.

Fallen größere Mengen zur Entsorgung an, ist der örtliche Wertstoffhof die richtige Anlaufstelle – aufgrund der von Gemeinde zu Gemeinde schwankenden Konditionen sollte das aber im Vorfeld abgeklärt werden.

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