Feuchttücher entsorgen

Sie duften angenehm frisch, sind extrem praktisch und versprechen eine schnelle Reinigung: Feuchttücher erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei der Babypflege sind die praktischen Helfer für die meisten Eltern unverzichtbar. Aber auch Abschminktücher und feuchtes Toilettenpapier sind aus vielen Badezimmern nicht mehr wegzudenken. Doch wie entsorgt man gebrauchte Feuchttücher am besten und umweltfreundlichsten?

Wie entsorgt man Feuchttücher?

Feuchttücher sind im Haus- bzw. Restmüll zu entsorgen. Es kann sinnvoll sein, die Tücher vorgängig in einer Hygienebox im Bad zu sammeln. Auf keinen Fall sollte man Feuchttücher in der Toilette entsorgen, so sie nach dem herunterspülen ansonsten die Kanalisationspumpen verstopfen können.

Wohin mit den benutzten Feuchttüchern?

Generell gilt: Alle Vliestücher zum Einmalgebrauch gehören in den Restmüll. Sie zählen also zum Hausmüll und der wird in der „Grauen Tonne“ entsorgt. In der Regel sind die Verpackungen mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

Manche Produkte tragen den Vermerk „spülbar“, was schnell annehmen lässt, man könne sie einfach in die Toilette werfen. Das ist aber so nicht ganz richtig. Zwar kann man die feuchten Tücher durchaus das Klo herunterspülen und sie somit in die Kanalisation befördern, aber damit verlagert man das Problem allenfalls an die Wasserentsorger.

Wer Feuchttücher auf diese Weise entsorgt, belastet das Abwassersystem.

Was passiert beim Entsorgen über das WC?

Das Gewebe von Feuchttüchern besteht aus reißfesten Kunststoff-Fasern. Im Gegensatz zu klassischem Toilettenpapier zersetzen sich Feuchttücher deshalb nicht so schnell im Wasser. Vor allem für Baby-Tücher werden oft Fasern verwendet, die sich gar nicht zersetzen.

Auf ihrem Weg verfangen und verwickeln sie sich in den Pumpen der Kanalisation, wo sie auf Dauer einen riesigen Knoten bilden. Dies führt zum Stillstand der Pumpen. Die Folge dessen sind ausgesprochen aufwändige Reinigungen und kostspielige Reparaturen.

Welche Tipps gibt es für Feuchttuch-Fans?

Es empfiehlt sich immer, einen kleinen Abfalleimer oder eine Hygienebox direkt neben der Toilette aufzustellen. Privat haben wir den Kosmetikeimer von Wenko (hier klicken) zu Hause, welchen ich sehr empfehlen kann (Link zu Amazon.de, Amazonaffiliatelink).

Denn gerade hier entsteht eine Menge Müll, der keinesfalls ins WC geworfen werden sollte. Wer in Zukunft auf Feuchttücher verzichten möchte und einen adäquaten Ersatz sucht: Alternativ kann man handelsübliches Toilettenpapier mit etwas Lotion, Creme oder einem Intimspray nutzen.

In Drogeriemärkten gibt es inzwischen auch spezielle und äußerst praktikable Po-Duschen, die wie ein kleines, mobiles Bidet einzusetzen sind. Sie versprechen eine gründliche Intimhygiene mit purem Wasser.

Gibt es umweltschonende Feuchttücher?

Wer Kinder oder viel Besuch hat, der weiß: Ganz sicher kann man sich nie sein, dass nicht doch mal ein Feuchttuch im Klo landet. In diesem Fall lohnt es sich, beim Kauf auf die biologische Abbaubarkeit zu achten. Denn nur als biologisch abbaubar gekennzeichnete Produkte sind auch wirklich wasserlöslich.

Insbesondere die Marke Eco by Naty hat diesbezüglich unsere Familie überzeugt. Wir haben diese kompostierbaren Feuchttücher mit natürlichen pflanzlichen Inhaltsstoffen jeweils hier gekauft und können sie sehr empfehlen (Link zu Amazon.de, Amazonaffiliatelink).

Entscheidend für die biologische Abbaubarkeit ist die Material-Zusammensetzung. Je mehr Kunststoff in den Feuchttüchern enthalten ist, umso höher ist ihre Reißfestigkeit. Das ist natürlich an sich ein Kaufargument, bedeutet aber leider auch, dass die Feuchttücher besonders schwierig zu entsorgen sind.

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