Behandeltes Holz entsorgen

Bei der Arbeit in Haus und Garten gibt es immer wieder Holz, das nicht mehr gebraucht wird. Wenn es nicht behandelt ist, kann man es einfach als Feuerholz verwenden. Mehrheitlich ist Bauholz aber behandelt – z. B. imprägniert, verleimt, lackiert oder lasiert. Mit Spezialchemie behandeltes Holz benötigt eine spezielle Entsorgung nach den Vorgaben der Altholzverordnung.

Wie entsorgt man behandeltes Holz?

Die Entsorgung von behandeltem Holz wird in Deutschland in der Altholzverordnung geregelt. Kleinere Holzmengen dürfen ausnahmsweise in den Restmüll, normale und große Mengen an behandeltem Holz müssen aber fachgerecht über einen Containerdienst oder Fachbetrieb entsorgt werden.

So erkennt man behandeltes Holz

Behandeltes Holz fällt immer dann zur Entsorgung an, wenn Bauteile nicht mehr gebraucht werden. Das kann beispielsweise ein verwitterter Zaun sein, der abgerissen wurde, oder auch eine morsche Dachlatte, die man durch einen neue ersetzt hat.

Hat man das Holz selbst verbaut, weiß man natürlich genau, ob es eine Behandlung erhalten hat. Andernfalls ist das leider nicht immer eindeutig festzustellen, denn man kann sich nur durch die Betrachtung der Oberfläche orientieren.

Ein Zaun wird meist eine sichtbare Oberflächenbehandlung in Form eines Anstrichs gehabt haben. Bei anderen Holzbauteilen ist es dagegen schwieriger zu erkennen, ob das Holz behandelt wurde. Kesseldruckimprägnierte Hölzer haben oft eine charakteristische Grünfärbung, aber nicht immer.

Das bedeutet, auch scheinbar unbehandeltes Holz kann durchaus Chemikalien, die zu seiner Konservierung dienen, enthalten. Deshalb sollte Holz, das nicht zweifelsfrei als unbehandelt erkannt werden kann, auf jeden Fall als „behandelt“ entsorgt werden.

Versehentlich als „unbehandelt“ klassifiziertes Holz kann bei der Verbrennung im heimischen Kamin oder im Feuerkorb auf der Terrasse giftige Stoffe freisetzen, die beim Einatmen gesundheitsschädlich wirken.

Umgekehrt – also wenn unbehandeltes Holz versehentlich als behandeltes entsorgt wird – hat dies keinerlei negative Folgen. Es gibt daher keinen Grund, im Zweifelsfall irgendein Risiko einzugehen.

Die korrekte Entsorgung von Altholz

Grundsätzlich handelt es sich bei behandeltem Holz um Bauabfall, der durch Fachbetriebe entsorgt werden muss. Kleinere Mengen kann man selbst bei einem entsprechenden Entsorgungsunternehmen abgeben. Dafür fallen Kosten an.

Eine Konkretisierung, welche Behandlung ein Holz aufweist, ist oft schlicht unmöglich. Ob eine lackierte Zaunlatte unter der Lackschicht noch mit einem Holzschutz ausgestattet wurde und um welche Art von Lack es sich im Detail handelt, ist mit vertretbarem Aufwand nicht festzustellen.

Deswegen wird ein Fachbetrieb solches Altholz immer in der „giftigsten“ und teuersten Kategorie unter den in Frage kommenden entsorgen.

Holz, das nur verleimt wurde (unbeschichtete Spanplatte), darf als einzige Ausnahme in den Restmüll. Dies ist aber auch nur bei kleinen Mengen bzw. Resten sinnvoll.

Hat man mehr Holz zu entsorgen, als man mit dem Auto oder ggf. auf dem Anhänger transportieren kann, besteht die Möglichkeit, sich einen Container zu bestellen. Der Containerdienst wird in diesem Fall mit der Abholung des vollen Containers auch die fachgerechte Entsorgung übernehmen, sodass man sich darum nicht weiter kümmern muss.

Die Möglichkeiten der Wiederverwertung und Recycling

Da die Entsorgung von behandeltem Holz mit Aufwand wie dem Transport zum Resthof und Entsorgungsgebühren verbunden ist, drängt sich der Gedanke an sinnvolle Wiederverwertung förmlich auf. In Frage kommen da alle Möglichkeiten, wo etwas Ähnliches wie das entsorgte Bauteil – nur eben in kleinerem Rahmen – entstehen kann.

So kann man z. B. noch intakte Teile eines alten Jägerzaunes, der abgerissen wurde, als Einfassung für Beete oder einzelne Sträucher verwenden. Fenster oder Türen, die im Wohnhaus ausgedient haben, können durchaus noch in Schuppen oder Garage verbaut werden. Gut erhaltene Dielen einer alten Terrasse eignen sich bestens als Boden für ein Gartenhäuschen.

Auf diese Weise finden sich unendlich viele Verwendungsmöglichkeiten, die allesamt auch noch helfen, die Kasse aufzubessern. Für engagierte Heimwerker empfiehlt es sich außerdem, immer einen gewissen Vorrat an Bauholz zu haben, denn einzelne Latten, Leisten, Platten oder Klötze für diverse Vorhaben oder Reparaturen braucht man immer wieder.

Holzteile, die man selbst nicht behalten möchte, kann man auch verkaufen oder verschenken. Abnehmer findet man am besten über passende Internetportale oder auch Bastel- und Heimwerkerforen. Für alle, die die analoge Welt bevorzugen, gibt es immer noch das bewährte schwarze Brett im örtlichen Baumarkt.

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