Grabstein entsorgen

Aus aktuellem Anlass haben wir einen Artikel über die Gefahr (und richtige Entsorgung) des Coronavirus verfasst.

Ein Grabstein wird Blick auf eine langfristige Nutzung installiert und fällt deshalb eher selten zur Entsorgung an. Allerdings sind Gräber in Deutschland nicht unbegrenzt nutzbar, sondern verfallen nach einer bestimmten Frist. Wenn das Grab schließlich aufgelöst wird, dann muss auch der zugehörige Grabstein entsorgt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wie entsorgt man Grabsteine?

Normalerweise entsorgt die zuständige Friedhofsverwaltung alte Grabsteine. Aber auch Bestatter und Steinmetzen haben Verwendung für alte Grabsteine und können diese recyceln.

Ein Grabstein darf aber nicht einfach zweckentfremdet werden, kann aber (anstelle der Entsorgung) als Gedenkstein im Garten aufgestellt werden.

Die zuständige Friedhofsverwaltung entsorgt alte Grabsteine.

Für die Auflösung des Grabes ist die örtliche Friedhofsverwaltung zuständig. Gegen eine kleine Gebühr kümmert sich diese auch um die Entsorgung des Grabsteins. Das ist mit Sicherheit die einfachste und schnellste Methode, wenn man gewillt ist, die anfallenden Kosten zu akzeptieren.

In der Regel fallen diese nicht allzu hoch aus. Meistens werden die alten und nicht mehr benötigten Steine dann zerkleinert und an anderer Stelle eingesetzt – zum Beispiel zur Befestigung von Wegen oder Flussufern.

Bestatter und Steinmetze haben Verwendung für alte Grabsteine

Für die Entsorgung eines alten Grabsteins kann auch ein örtlicher Bestatter oder Steinmetz angesprochen werden. Diese haben häufig Verwendung für alte Grabsteine und nutzen diese für ihre eigenen Zwecke weiter.

Oft wird für einen alten Grabstein noch Geld bezahlt oder die Grabauflösung kostenfrei übernommen. Die genauen Modalitäten müssen im konkreten Einzelfall ausgehandelt werden.

Alte Grabsteine können für neue Gräber genutzt werden

Grabsteine aus massivem Naturstein können grundsätzlich für neue Gräber weitergenutzt werden. Allerdings wird dafür heute in den meisten Fällen ein Zertifikat über die genaue Herkunft des Steins vorausgesetzt – auf diese Weise wollen sich Friedhöfe gegen Steine aus Kinderarbeit absichern.

Gerade alte Grabsteine, die seit über zwei Jahrzehnten ihre Gräber zieren, besitzen aber in der Regel kein solches Zertifikat. Das macht die Weiternutzung auf neuen Gräbern schwierig.

Außerdem gelten bestimmte Vorschriften für die Maße der zulässigen Steine, die einen stabilen Halt sicherstellen können. Durch das Abschleifen der alten Inschrift können die Maße unterschritten werden. Hier kann die Lösung darin liegen, eine Platte mit der neuen Inschrift einfach über die bereits vorhandene zu setzen.

Im Zweifelsfall sind das alles Dinge, die vor Ort geklärt werden müssen.

Ein Grabstein darf nicht einfach zweckentfremdet werden

Ein Grabstein darf nicht einfach beliebig entsorgt werden. In Deutschland genießt das Andenken Verstorbener einen besonderen Schutz, der auch den Grabstein umfasst.

Das musste beispielsweise der Betreiber eines Vergnügungsparks am eigenen Leib erfahren, als er für seine Geisterhaus-Attraktion echte Grabsteine als Dekoration benutzte.

Diese fatale Entscheidung brachte ihn schließlich vor Gericht, als die Enkelin eines Verstorbenen zufällig den Park und die Attraktion besuchte. Sollen Grabsteine zweckentfremdet werden, müssen diese zumindest abgeschliffen werden – die Informationen über den Verstorbenen dürfen nicht mehr sichtbar sein.

Ein Grabstein ist aufgrund seines Gewichts schwer zu transportieren

Wer seinen alten Grabstein weiterhin nach eigenem Interesse nutzen möchten, muss sich bei der Auflösung des Grabes dafür entscheiden, diese in Eigenregie vorzunehmen. Das ist allerdings eine ziemlich umfassende Aufgabe, die einiges an Aufwand erfordert.

Das Grab muss vollständig zurückgebaut werden. Auch der Abtransport des Grabsteins obliegt dem Besitzer – und dessen Gewicht wird häufig unterschätzt: Er kann nicht einfach in einem Auto nach Hause gefahren werden.

Die Beauftragung einer darauf spezialisierten Firma mit der Auflösung des Grabes ist sicher die bequemere Lösung. Allerdings gibt man damit auch die Rechte an dem alten Grabstein auf.

Ein alter Grabstein kann weiterverkauft werden

Ein alter Grabstein kann an Privatpersonen zu entsprechender Nutzung weiterverkauft werden. Eventuell kann eine Trauerbegleitung, eine Friedhofsverwaltung oder ein Pfarramt weiterhelfen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, den Grabstein bei geeigneten Platzverhältnissen zunächst zwischenzulagern und in Ruhe auf einer Online-Verkaufsplattform anzubieten, bis sich dort ein passender Käufer findet.

Der Grabstein kann als Gedenkstein im Garten aufgestellt werden

Der alte Grabstein kann auch als Denkstein im eigenen Garten oder an anderer passender Stelle aufgestellt werden. Ein versierter Steinmetz kann ihn zusätzlich mit Dekorelementen verzieren.

Selbstverständlich ist bei entsprechender Unkenntlichmachung der Inschrift auch eine weitere Nutzung denkbar – zum Beispiel als Befestigung oder Untersatz.

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