Kaffeemaschine entsorgen

Zu einem gemütlichen Frühstück gehört hierzulande eine Tasse mit frisch gebrühtem Kaffee, und auch so mancher lange Arbeitstag wird erst durch das dampfende Koffeingetränk erträglich. Dumm nur, wenn die vielgebrauchte Kaffeemaschine plötzlich den Dienst verweigert und durch eine neue ersetzt werden muss. Denn während sich der Kauf des neuen Geräts recht einfach gestaltet, stellt sich im Anschluss die drängende Frage: Wohin entsorgt man bloß die alte Kaffeemaschine?

Die Entsorgung der Kaffeemaschine auf den Punkt gebracht

  • Eine Kaffeemaschine darf auf keinen Fall in den Hausmüll!
  • Eine unsachgemäße Entsorgung kann zu Bußgeldern führen
  • Eine Kaffeemaschine zählt nicht überall als Sperrmüll!
  • Elektrogeräte sind eigentlich zu wertvoll zum Wegwerfen
  • Der Handel muss Altgeräte kostenfrei zurücknehmen
  • Die kostenlose Abgabe bei städtischen Sammelstellen ist möglich

DER HAUSMÜLL IST KEINE LÖSUNG

Zwar stehen jedem Haushalt inzwischen mehrere Mülltonnen zur Verfügung, die für gewöhnlichen Hausmüll, für Schadstoffe, Biomüll und Papiergut gedacht sind, doch die Kaffeemaschine fällt leider in keine der genannten Kategorien. Der Versuchung, die Maschine einfach in eine der vorhandenen Tonnen zu schmuggeln und zu entsorgen, sollte nicht nachgegeben werden: Die Entsorgung der Kaffeemaschine über den Hausmüll ist gesetzlich verboten und kann mit schmerzhaften Bußgeldern geahndet werden.

DIE KAFFEEMASCHINE IST NICHT IMMER EIN FALL FÜR DEN SPERRMÜLL

Sehr beliebt für die Entsorgung von Sperrgut ist die Sperrmüllabfuhr. Diese muss aber häufig extra beantragt werden und nicht immer ist gewährleistet, dass die beigestellten Elektrogeräte auch alle akzeptiert werden. Ob Kaffeemaschinen Teil einer Sperrmüllabholung sind, muss in jeder Gemeinde separat erfragt werden. Manchmal werden defekte Kaffeemaschinen auch im Vorfeld von privaten Sperrmüllsammlern zum Ausschlachten mitgenommen. Wird die Maschine allerdings nicht abgeholt, ist der Besitzer nach wie vor für die Entsorgung verantwortlich.

EINE KAFFEEMASCHINE IST ZU WERTVOLL ZUM WEGWERFEN

Auch wenn es bequem wäre: Es hat schon seinen guten Grund, dass Elektrogeräte wie die Kaffeemaschine nicht in den Haus- und in vielen Fällen auch nicht in den Sperrmüll gehören. Auch nicht mehr funktionsfähige Elektrogeräte besitzen nämlich eine Menge Wertstoffe, die unbedingt recycelt werden sollten. Durch eine sachgerechte Entsorgung werden die wertvollen Rohstoffe in den Kreislauf zurückgegeben und die ebenfalls enthaltenen Schadstoffe sicher aus dem Verkehr gezogen.

KOSTENLOSE ABGABE AUF DEM WERTSTOFFHOF

Die einfachste Lösung ist eine Abgabe bei der örtlichen Wertstoffdeponie oder auf dem Recyclinghof. Normalerweise fallen dabei keine Kosten an, allerdings sollten zuvor die Öffnungszeiten erfragt werden, damit der Weg nicht umsonst gemacht wird. Viele Gemeinden bieten auch befristete Sammelaktionen auf öffentlichen Plätzen an, bei denen zum Beispiel Batterien und kleinere Kaffeemaschinen gebührenfrei abgegeben werden können. Manchmal holen die Deponien oder Recyclinghöfe den Müll auch direkt zur Entsorgung beim Kunden ab – dieser praktische und bequeme Service kostet allerdings in der Regel eine Gebühr.

DER FACHHANDEL MUSS ALTE KAFFEEMASCHINEN ENTSORGEN

Auch der Fachhandel ist verpflichtet, alte Kaffeemaschinen zurückzunehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Gerät auch wirklich bei dem betroffenen Händler gekauft wurde oder ein neues erworben wird. Allerdings greift die gesetzliche Verpflichtung nur bei Händlern mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern und sofern die Maschine kleiner als 25 Centimeter ist. Bei kleineren Händlern kann der Kunde zumindest auf eine Lösung aus Kulanz hoffen.

Diese Vorgabe gilt übrigens auch für den Online-Handel! Hier ist das Kriterium die Lagerfläche, die ebenfalls mindestens 400 Quadratmeter aufweisen muss. Gebühren dürfen für die Rücknahme vom Händler keine erhoben werden, allerdings ist die Rücknahmepflicht der Händler auf jeweils fünf Geräte einer Art begrenzt.

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