Kupfer entsorgen

Kupfer entsorgen

Im Alltag kommt Kupfer sehr häufig vor. Es ist unter anderem ein Bestandteil in Kabeln, Smartphones und elektrischen Geräten. Würde jeder Nutzer das Kupfer in seinem eigenen Zuhause sammeln, würde man pro Kopf auf mehrere Kilometer des Edelmetalls kommen. Damit die Menge an Kupfer nicht ungenutzt bleibt, sollte man sich von dem Material trennen, wenn es nicht mehr genutzt wird. Aber wie kann Kupfer entsorgt werden und was muss man beachten?

Kupfer darf nicht im Hausmüll entsorgt werden, sondern sollte unbedingt recycelt werden. Reines Kupfer kann gegen Entgelt bei einem Recycling- oder Wertstoffhof entsorgt werden.

Warum wird Kupfer so häufig verwendet?

Kupfer ist ein Halbedelmetall, das sehr hohe Leitfähigkeiten besitzt. Es leitet Elektrizität und Wärme besser als andere Leiter. Das hängt damit zusammen, dass Kupfer einen geringeren inneren Widerstand als zum Beispiel Gold hat. Gleichzeitig lässt sich das rötlichbraune Material sehr gut verarbeiten.

Es ist im warmen Zustand weich und verformbar. Wenn Kupfer wieder abkühlt, wird es nicht wie andere Metalle spröde. Außerdem kann Kupfer als Legierung die Stabilität und Haltbarkeit anderer Metalle deutlich verbessern.

Weil es im Vergleich zu anderen Edelmetallen wie Gold oder Platin auch noch recht kostengünstig ist, wird Kupfer in der Wärme- und Elektroindustrie sehr häufig verwendet.

Kupfer in der Wirtschaft

Kupfer ist ein sehr wichtiger Rohstoff. Jedes Jahr werden mehrere tausend Tonnen des Halbedelmetalls in der Industrie verwendet, um zum Beispiel neue Elektrogeräte und die dazugehörigen Kabel herzustellen. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Kupfer.

Eine Tonne reines Kupfer kann Preise von bis zu 5000 Euro erzielen. Das hängt auch damit zusammen, dass Kupfer kein regenerativer Rohstoff ist, sondern nur begrenzt vorkommt. Für die Industrie ist es deshalb sehr wichtig, dass Kupfer auf die richtige Art entsorgt wird.

Würde jeder Haushalt seine nicht mehr genutzten Kupferreste recyceln lassen, würden jährlich viele Tonnen des wertvollen Metalls zusammenkommen und müssten nicht abgebaut werden.

Kupfer im Hausmüll und Restmüll

Nicht mehr genutztes Kupfer gehört zu den Altmetallen. Ähnlich wie Batterien oder Computerteilen hat Kupfer nichts im Hausmüll verloren. Es kann nicht zusammen mit Verpackungsabfällen recycelt werden, da für die Verarbeitung des Metalls höhere Temperaturen als für das Einschmelzen von Plastik benötigt werden.

Würde die Temperatur dagegen soweit erhöht, dass auch Kupfer schmilzt, würden andere Abfälle wie Verpackungsmaterialien einfach verbrennen. Sie wären nicht mehr nutzbar. In der Restmülltonne und im Altpapier können Teile mit Kupfer deshalb auch nicht entsorgt werden.

Wer alte Kabel oder Elektrogeräte in seinem Hausmüll entsorgt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit. Dafür drohen Bußgelder, die je nach der Menge des entsorgten Materials bis zu mehreren tausend Euro kosten können.

Wie lässt sich Kupfer recyceln?

Das Kupfer kann als Bestandteil von Elektroteilen ganz einfach auf einem Wertstoffhof gegen eine kleine Gebühr entsorgt werden. Dafür ist es nicht notwendig, dass die Kupferteile von den Kunststoffkomponenten getrennt werden. Wenn man seine Kupferreste über einen Werkstoffhof entsorgt, wird das Material von Spezialfirmen abgeholt.

Die Firmen haben Maschinen und technische Hilfsmittel, um beispielsweise Elektrokabel schnell und einfach in seine einzelnen Bestandteile zu zerlegen, bevor das reine Kupfer dann zu einer Kupferschmelzhütte weitertransportiert, damit das Halbedelmetall richtig wiederaufbereitet werden kann.

Um die Kosten für die Entsorgung gering zu halten, sollte man den kupferhaltigen Elektromüll erst sammeln, bevor man ihn entsorgt. Es lohnt sich nie wirklich, wenn man nur ein altes Kabel wegschmeißen möchte.

Wenn dagegen größere Mengen entsorgt werden sollen oder wenn auch noch ein alter Computer oder ein kaputter Fernseher aus dem Keller verschwinden sollen, lässt sich alles in einem Rutsch zum Werkstoffhof bringen.

Alternative Entsorgung von Kupfer

Bei größeren Mengen an Kupfer bietet sich noch eine alternative Art der Entsorgung. Weil Kupfer ein gefragtes Material in der Industrie ist, gibt es Firmen, die mit dem An- und Verkauf des Halbedelmetalls Geld verdienen.

Solche Firmen zahlen gutes Geld für alte Kabel und anderen Kupferschrott, wie er zum Beispiel bei einer Renovierung in großen Mengen zusammenkommt. Die Preise schwanken dabei von Anbieter zu Anbieter stark. Darum lohnt es sich im Vorfeld zu erfragen, welche Mindestmengen die Entsorgungsunternehmen überhaupt abkaufen würden und welche Preise bezahlt werden.

In einigen wenigen Fällen lohnt sich auch der Besuch einer Kupferschmelzhütte, um Kupferschrott zu verkaufen. Die Schmelzhütten kaufen größere Mengen auch direkt von Privatleuten auf. Allerdings nehmen die Hütten nur reines Kupfer an.

Alte Plastikkabel müssten also erst von ihrer Kunststoffummantelung getrennt werden, bevor sie verkauft werden können. Zum Vergleichen der Preise ist es aber trotzdem lohnenswert, bei Kupferschmelzhütten nach dem aktuellen Verkaufspreis zu fragen, damit man bei einem Entsorgungsunternehmen nicht zu wenig für sein verkauftes Kupfer bekommt.

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