Motoröl entsorgen

Das Motoröl schmiert die Maschine und sorgt dafür, dass alles läuft. Leider kommt früher oder später der Punkt, an dem das alte Motoröl entsorgt werden muss – und dabei ist Vorsicht geboten, denn Motoröl ist alles andere als ein umweltverträglicher Stoff. Auf keinen Fall darf Altöl einfach in den Abfluss geleitet werden! Die richtige Entsorgung von Motoröl ist aber gar nicht so schwer. Die einfachste Lösung ist der Weg zurück zum Händler. Wir geben dir in unter stehenden Box die wichtigsten Entsorgungstipps:

So entsorgt man altes Motorenöl richtig – Zusammenfassung

  • Motoröl ist umweltschädlich und darf nicht in den Abfluss gegossen werden.
  • Der Verkäufer des Motoröls muss auch das Altöl zurücknehmen – gegen Kassenbon!
  • Beim Kauf von neuem Öl ist die Entsorgung des alten Motoröls kostenlos.
  • Haushaltsübliche Mengen Altöl nimmt der städtische Recyclinghof kostenfrei an.
  • Der Ölwechsel in der Werkstatt ist teuer, spart aber die Entsorgung.
  • Altöle dürfen nicht miteinander vermischt werden!
  • Die unsachgemäße Entsorgung von Motoröl ist eine Straftat!

MOTORÖL KOSTENLOS BEIM HÄNDLER ENTSORGEN

Der Gesetzgeber schreibt vor: Wer Motoröl verkauft, muss es auch zurücknehmen. Motoröl kann also einfach beim zuständigen Händler (Autohändler oder Werkstatt) entsorgt werden – allerdings nur gegen Vorlage des zugehörigen Kassenbons oder eines entsprechenden Coupons. Ein solcher sollte deshalb beim Kauf unbedingt angefordert und sorgfältig verwahrt werden.

Ansonsten bleibt nur die Hoffnung auf die Kulanz des Händlers: Viele Geschäfte nehmen Motoröl auch ohne Beleg zur Entsorgung an. Manchmal hilft auch eine Spende in die Kaffeekasse. Am einfachsten ist der direkte Tausch: Beim Kauf von neuem Motoröl darf das alte Motoröl in jedem Fall kostenfrei abgegeben werden. Kann der Fachmarkt die Entsorgung nicht selbst vornehmen, muss er eine kooperierende Annahmestelle benennen.

HAUSHALTSÜBLICHE MENGEN NIMMT DER WERTSTOFFHOF AN

Auch wenn die Regeln von Stadt zu Stadt variieren: Gebrauchtes Motorenöl kann in der Regel kostenfrei bei einem öffentlichen Recyclinghof entsorgt werden.

Dieses praktische Angebot gilt allerdings nur für haushaltsübliche Mengen. Deren Definition fällt wiederum unterschiedlich aus und muss bei jedem Recyclinghof separat erfragt werden. Fallen doch Kosten an, handelt es sich in der Regel um ein bis drei Euro pro Liter Öl. Streng genommen ist es auch möglich, Altöl zu verkaufen – die damit befassten Firmen interessieren sich aber meist nur für größere Margen und sind an den bei Privatleuten anfallenden Mengen meist nicht interessiert.

Trotzdem kann es sich lohnen, bei Entsorgungsfirmen in der näheren Umgebung anzufragen.

ÖLWECHSEL IN DER WERKSTATT VORNEHMEN LASSEN

Es gibt natürlich auch eine Möglichkeit, die lästige Entsorgung von Motorenöl komplett zu vermeiden: Wer den Ölwechsel seines Fahrzeugs in einer professionellen Werkstatt vornehmen lässt, muss sich um den Verbleib des Altöls nicht sorgen. Allerdings ist diese Variante natürlich etwas kostspieliger.

Wer den Ölwechsel selbst vornehmen will, kann trotzdem bei der Tankstelle oder Werkstatt seines Vertrauens vorfühlen: Häufig gibt es hier spezielle Vorrichtungen, um Kanister mit Motorenöl zu entleeren oder ganz abzugeben. Gebrauchte und schmutzige Filter können in der Regel gleich mit dem alten Motoröl entsorgt werden.

ALTÖLE NICHT WEGSCHÜTTEN UND NICHT VERMISCHEN

Unter keinen Umständen sollte man der Versuchung erliegen, das alte Motoröl an ungeeigneter Stätte zu entsorgen. Das ist nämlich eine Straftat, die der Gesetzgeber mit empfindlichen Strafen belegt! Die Rede ist hier von mehreren tausend Euro. Dies ist also ähnlich wie bei der Entsorgung von Bremsflüssigkeiten.

Das ist keine Schikane, sondern bittere Notwendigkeit: Schon ein einziger Tropfen Altöl kann bis zu 1.000 Liter Wasser verderben! Auf keinen Fall sollten gesammelte Altöle und Motorenöle vermischt werden – in diesem Fall können Abgabestellen die Rücknahme verweigern und die Entsorgung wird teuer. Das gilt auch für verunreinigtes Altöl – beim Wechsel sollte also sowohl mit dem neuen Öl, als auch mit dem Altöl behutsam umgegangen werden.

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