Rattengift entsorgen

Viele Hauseigentümer bekämpfen Nagetiere mit Rattengift. Hierbei handelt es sich um sogenannte Rodentizide, die meist zur Herstellung von Fraßködern verwendet werden. In heutiger Zeit dürfen diese Präparate, die die Blutgerinnung der Tiere verhindern, jedoch nicht mehr von Privatleuten auf den Grundstücken ausgebracht werden. Hierfür sind die beruflichen Schädlingsbekämpfer zuständig. Viele Hausbesitzer besitzen aber noch Reststoffe. Fraglich ist, wo und wie Rattengift in diesem Fall zu entsorgen ist.

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Wie entsorgt man Rattengift?

  • Rattengift ist beim Schadstoffmobil oder an den Schadstoffsammelstellen zu entsorgen.
  • Einige Apotheken nehmen Rattengift zur Entsorgung entgegen.
  • Zum Teil kann das Gift auch bei der Tierhandlung abgegeben werden.
  • Bei der Entsorgung ist auf dichtverschlossene Behältnisse zu achten.
  • Nach Möglichkeit sollte die Originalverpackung vorhanden sein.

Woraus besteht Rattengift?

Es gibt unzählige Arten an Schädlingsbekämpfungsmitteln, welche die Blutgerinnung von Nagetieren außer Kraft setzen. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Vitamin-K-Antagonisten oder Cumarine, die als Fraßköder ausgelegt werden,
  • Warfarin und Coumatetralyl, ebenfalls ein Cumarin-Derivat,
  • Bromadiolon als Antigerinnungsmittel in Form von Fraßködern,
  • Difenacoum zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen,
  • Brodifacoum als Antigerinnungsmittel, welches nur in Innenräumen eingesetzt werden darf,
  • Flocoumafen zur häuslichen Mäuse- und Rattenbekämpfung,
  • Difethialon, welches häufig in Lagern und Ställen eingesetzt wird,
  • Diphacion und Chlorpahcion als 1,3-Indandion mit effektiver Blutgerinnungshemmung sowie
  • Zinkphosphid als Fraßköder.

Darüber hinaus gibt es noch diverse Arsenverbindungen, Strychnin, Weißer Phosphor, Bariumcarbonat sowie Thallium-Sulfat, die zu den sogenannten Altgiften gehören.

Sämtliches nicht mehr benötigte Rattengift darf nicht mehr aufgebraucht werden. Das Umweltministerium verlangt daher eine fachgerechte Entsorgung.

Fachgerechte Entsorgung von Rattengift

Rattengift kann an allen Schadstoffsammelstellen abgegeben werden. Es handelst sich somit um einen gefährlichen Schadstoff, der unter anderem mit den Symbolen für giftig, feuergefährlich und ätzend gekennzeichnet ist.

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In regelmäßigen Abständen fahren die Schadstoffsammelmobile zu den gekennzeichneten Annahmestellen. Dort können meist bis zu 100 kg Rattengift kostenfrei in verschlossenen Behältnissen abgegeben werden.

An einigen Wertstoffhöfen stehen ebenfalls Sammelstellen bereit, in denen Rattengift abgegeben werden kann. Wichtig ist in allen Fällen, dass nach Möglichkeit die Originalbehältnisse oder andere geschlossene Behältnisse verwendet werden.

Giftentsorgung in der Apotheke

In einigen Fällen kann Rattengift aber auch bei der örtlichen Apotheke oder bei der Tierhandlung abgegeben werden. Auch hier sollte immer die Originalverpackung mitgegeben werden. Nicht immer ist dort jedoch eine Abgabe möglich.

Nützliche Hinweise für eine ordnungsgemäße Entsorgung können auch die Umweltämter oder Ordnungsämter der Ortsbehörden geben. Keinesfalls darf Rattengift in den Abfluss oder einfach in den Hausmüll gelangen.

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