Schlacke entsorgen

Aus aktuellem Anlass haben wir einen Artikel über die Gefahr (und richtige Entsorgung) des Coronavirus verfasst.

Schlacke ist das Ergebnis, wenn Müll oder andere Materialien verbrannt werden. Insbesondere in der Metallurgie fällt sie zuhauf an, aber auch private Immobilienbesitzer stoßen bei Arbeiten an alten Häusern bisweilen auf dieses feste Gemisch. Weil Schlacke mitunter gefährlichen Inhalts sein kann, stellt sich die Frage nach der richtigen Entsorgung.

Wie lässt sich Schlacke passend entsorgen?

Wie entsorgt man Schlacke?

Schlacke kann potenziell umweltschädliche und wassergefährdende Stoffe enthalten. Ist das nicht der Fall, kann Schlacke als gewöhnlicher Bauschutt entsorgt werden. Bei einer sicher festgestellten Belastung mit Schadstoffen muss die Schlacke als Sondermüll entsorgt werden.

Es ist sinnvoll, die Schlacke von einem Experten prüfen zu lassen – professionelle Entsorger kümmern sich um alle Schritte. Bei der Arbeit mit Schlacke sollte man geschlossene Schutzkleidung tragen.

Schlacke ist ein nützliches Abfallprodukt der Schwerindustrie

Schlacke tritt als ein häufiges Abfallprodukt bei der Schwerindustrie auf. Insbesondere bei der Stahlerzeugung fällt eine gewaltige Menge an Schlacke an. Entsprechend lange macht man sich darüber Gedanken, wie Schlacke möglichst sinnvoll weiterverwertet werden kann.

Mit Erfolg: Heute wird die Schlacke aus der Stahlindustrie zu fast 100 Prozent recycelt. Sie kommt unter anderem beim Straßenbau zum Einsatz und trägt dazu bei, den Bedarf an natürlichen Rohstoffen zu verringern.

Die Weiterverarbeitung von Schlacke ist ressourcenschonend, spart Energie und stützt damit die Umwelt. Allerdings sind die großen Entsorgungs- und Recyclingkreisläufe der Industrie auf gewaltige Mengen ausgerichtet und kaum für den Privatanwender geeignet.

Schlacke aus privater Hand muss in kleineren Dimensionen entsorgt werden.

Schlacke als Baustoff erfreut sich großer Beliebtheit

Schon lange wird Schlacke als Baustoff eingesetzt, kommt als Füllmaterial und Isolierstoff zum Einsatz. Immer wieder stoßen Immobilienbesitzer bei Renovierungsarbeiten auf Schlacke, deren Herkunft und damit Zusammensetzung oft nicht klar ist.

Gerade bei alten Gebäuden, die Anfang oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, enthält die Schlacke, die als Dämm- und Füllstoff verwendet wurden, oft problematische Inhaltsstoffe. Bis in die 1960er-Jahre war die Verwendung von Schlacke als Füllmenge üblich, bei Bauvorhaben jüngeren Datums wurde und wird in der Regel darauf verzichtet.

Trotzdem müssen Besitzer älterer Immobilien immer damit rechnen, bei Renovierungs- und Abbruchsarbeiten mit Schlacke konfrontiert zu werden.

Die Zusammensetzung der Schlacke bestimmt den Entsorgungsweg

Um welche Art Müll es sich bei Schlacke handelt, liegt vor allem an der Zusammensetzung. Es ist leicht möglich, dass Schlacke mit Schadstoffen kontaminiert wurde. Dieser Umstand lässt sich mit bloßem Auge allerdings kaum zuverlässig feststellen.

Taucht bei den Arbeiten an einem älteren Gebäude Schlacke als Füllmaterial zur Entsorgung auf, dann ist die Analyse eines Fachmanns ratsam. Auch das Gespräch mit dem zuständigen Abfallberater schadet nicht, denn von Gemeinde zu Gemeinde gelten zum Umgang mit Schlacke mitunter unterschiedliche Regeln:

Manchmal muss Schlacke grundsätzlich als Sondermüll entsorgt werden, manchmal ist eine Entsorgung als Bauschutt möglich, solange es sich um kleine Mengen handelt und keine Verunreinigung bestätigt ist.

Bei größeren Mengen (ab 2 Kubikmeter) wird vielerorts eine Analyse vorgeschrieben.

Beim Umgang mit Schlacke und Staub ist Schutzkleidung empfohlen

Schlacke kann als Bauschutt oder Sondermüll entsorgt werden, in beiden Fällen werden passende Container zum Sammeln der Schlacke benötigt. Grundsätzlich ist es möglich, die Container bei einer Entsorgungsfirma zu mieten und diesen kostenpflichtig alle Schritte zu überlassen.

Das spart Zeit und Nerven und mindert das persönliche Risiko. Soll die Schlacke selbst entsorgt oder wenigstens im Container gesammelt werden, dann ist die Verwendung von Schutzkleidung dringend angeraten, das bedeutet: Augen-, Nasen- und Mundschutz ist Pflicht, ein langer Kittel schadet auch nicht.

Im Hausmüll hat Schlacke auch in kleinen Mengen nichts zu suchen, die Container müssen an der entsprechenden Sammelstelle der Stadt bzw. der Gemeinde abgegeben werden. Die Konditionen schwanken von Fall zu Fall, weshalb sie vor Ort erfragt werden sollten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.