Bierfass entsorgen

Ein Bierfass zu leeren, stellt für viele Menschen keine unüberwindliche Herausforderung dar. Ohne Inhalt verliert das Bierfass allerdings schnell an Reiz – und wird zum lästigen Abfall. Während eine Dose mal eben schnell zusammengeknüllt und in den nächsten Müllsack geworfen oder besser für Pfand zur Sammelstelle gebracht wird, ist das bei einem 5-Liter-Party-Bierfass nicht so leicht. Wie soll man ein Bierfass richtig entsorgen?

Wie entsorgt man ein Bierfass?

Das Bierfass ist recycelbar und pfandfrei. In vielen Regionen kann das Bierfass über den gelben Sack oder die gelbe Tonne entsorgt werden. In der grauen Restmülltonne ist das Bierfass nur in Ausnahmefällen gut aufgehoben, weil damit der eigentlich zuständige Recyclingkreislauf nicht erreicht wird.

Größere Mengen nimmt der Wertstoffhof oder der Schrotthändler.

Das Bierfass ist technisch gesehen eine Dose

Das Bierfass mit einem üblichen Volumen von fünf Litern sieht nicht nur aus wie eine große Dose, es ist vom technischen Standpunkt her gesehen auch eine solche. Es ist eine Getränkegroßdose, gefertigt aus äußerst stabilem Weißblech, absolut licht- und gasdicht.

Es schützt das Bier nicht nur vor der allgegenwärtigen UV-Strahlung, sondern durch eine spezielle Innenbeschichtung auch vor einer geschmacklichen Verfälschung. Die besagte Getränkegroßdose gibt es auch als Leermodell im Handel und kann als solches nach eigener Vorstellung befüllt werden.

Mit Abstand die weiteste Verbreitung hat aber die Nutzung als Bierfass gefunden. Große und kleine Festivitäten profitieren von dem leicht anzuzapfenden Bierfass, das aufgrund seiner recht kompakten Größe auch gut zu transportieren ist.

Im Handel gibt es für die beliebten Partyfässer eigens Trage- und Kühlboxen, die das Handling zusätzlich erleichtern.

Das Bierfass kann meist über den gelben Sack entsorgt werden

Nicht nur die Größe unterscheidet das Bierfass von der herkömmlichen Getränkedose. Im Gegensatz zu dieser ist das Bierfass pfandfrei, das heißt, es kann nicht an den entsprechenden Sammelstellen gegen Pfand zurückgegeben werden.

Das Bierfass gehört also in jedem Fall auf den Müll. Aber auf welchen? Normalerweise sollte auf dem Bierfass ein grüner Punkt zu sehen sein. Denn das Bierfass zählt als Verpackung und darf und soll über den gelben Sack beziehungsweise die gelbe Tonne entsorgt werden.

Diese Art der Entsorgung ist kostenfrei und umweltfreundlich, da das Bierfass auf diese Weise dem dafür eingerichteten Recyclingkreislauf zugeführt wird.

Wenn möglich, sollte ein Bierfass nicht über die graue Restmülltonne entsorgt werden, weil sie auf diesem Weg den besagten Recyclingkreislauf eben nicht erreicht – oder nur auf umständlichen und Kosten verursachenden Umwegen.

Nur bei Fässern von Herstellern, die nicht am dualen System teilnehmen und auch keine entsprechende Kennzeichnung besitzen, kann auf die Restmülltonne zurückgegriffen werden.

Diese Ausnahme gilt auch für gekennzeichnete Fässer, wenn regional bedingt oder aus anderen Gründen keine gelbe Tonne zur Verfügung steht.

Durch Zusammenpressen lässt sich viel Volumen sparen

Aufgrund des relativ großen Volumens ist es allerdings sinnvoll, das Bierfass so klein wie möglich zu pressen, bevor man es dem gelben Sack zuführt. Dabei kann zum Beispiel ein Hammer helfen.

Stellt man sich mit dem gesamten Körpergewicht darauf, kann man das Bierfass auch zusammenpressen – dabei sollte man allerdings stabile Schuhe tragen und sich auch gut festhalten, da die Großdosen mitunter unerwartet stark nachgeben und man andernfalls schnell den Halt verlieren kann.

Größere Mengen an Bierfässern, wie sie nach einem Betriebsfest oder einer längeren Sammlung anfallen, können auch in den Schrottcontainer auf dem nächsten Wertstoffhof gegeben werden – mitunter haben auch fahrende Schrotthändler Interesse und nehmen die Fässer mit.

Die Konditionen der Wertstoffhöfe können von Gemeinde zu Gemeinde variieren und sollten deshalb rechtzeitig vor Ort erfragt werden – in den meisten Fällen dürfte die Abgabe aber kostenlos sein.