Bimsstein entsorgen

Bimsstein ist ein Leichtbaustoff, der wegen seiner guten Wärmedämmeigenschaften sehr beliebt ist, aufgrund der fehlenden Festigkeit aber nicht dafür geeignet ist, stabile Mauern zu tragen. Kleine Bimssteine werden aber auch zum Entfernen von Hornhaut verwendet. Oft stellt sich am Ende die Frage: Wie lässt sich Bimsstein richtig entsorgen?

Wie entsorgt man Bimsstein?

Bimsstein zählt als nicht recycelbarer Bauschutt. Kleine Mengen können in der Regel kostenfrei über den zuständigen Wertstoffhof entsorgt werden.
Für große Mengen Bimsstein muss bei einem professionellen Entsorger ein Sammelcontainer für nicht recycelbaren Bauschutt bestellt werden.

Bimsstein ist nicht recycelbar, aber ökologisch unbedenklich

Bimsstein ist ein einfach zu bearbeitendes Material und sieht auch ohne Anstrich oder Verputz recht hübsch aus. Handwerker lieben den einfachen Umgang mit dem Bimsstein, bei dem es sich um einen natürlichen Baustoff aus porösem Vulkangestein handelt.

Insbesondere Heimwerker freuen sich über das leicht gemachte Einschlagen von Nägeln und Dübeln. Die grobe Oberfläche bietet zudem einen idealen Halt für Putz.

Seine Fähigkeit als Wärme- und Wasserspeicher macht Bimsstein auch zu einem beliebten Werkstoff gerade für Gartenbesitzer: Bimsstein harmoniert sehr gut mit Pflanzen.

Auch bei der Fertigung von Ziegeln ist Bimsstein sehr beliebt und findet häufige Verwendung. Unter Sicherheitsaspekten verdient der immens hohe Brandschutzeffekt von Bimsstein besondere Beachtung! Ungeachtet seiner hervorragenden Wärmedämmeigenschaften ist Bimsstein nicht recycelbar, was die fachgerechte Entsorgung natürlich erschwert.

Immerhin gilt Bimsstein nicht als Schadstoff und es müssen demzufolge keine besonderen und aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Kleine Mengen von Bimsstein können auf dem Wertstoffhof abgegeben werden

Die Art der Entsorgung von Bimsstein richtet sich vor allem nach der anfallenden Menge. Kleine Mengen von Bimsstein können einfach beim öffentlichen Wertstoffhof abgegeben werden. In der Regel ist diese Abgabe kostenfrei.

Weil die genauen Konditionen aber von Landkreis zu Landkreis ziemlich unterschiedlich ausfallen können, ist eine unverbindliche Anfrage vor dem Abtransport sinnvoll. Natürlich muss sich der Verbraucher in diesem Fall selbst um den Abtransport kümmern.

Um Komplikationen zu vermeiden, sollte der Bimsstein möglichst nicht mit anderem Bauschutt vermischt werden – zumindest nicht mit potenziell schädlichen Stoffen, die eine aufwendigere Behandlung bedürfen.

Andere Leichtbaustoffe, zum Beispiel Gips oder Ytong, stellen in aller Regel kein Problem dar. Im Zweifel schadet es nicht, vorher telefonisch oder via E-Mail bei der zuständigen Stelle nachzufragen.

Dort weiß man meist gut Bescheid, vielfach sind die gewünschten Informationen auch schon im Internet zu finden.

Große Mengen Bimsstein müssen in einem Container gesammelt werden

Fallen auf einer Baustelle größere Mengen Bimsstein an, wird der örtliche Wertstoffhof die Annahme sehr wahrscheinlich verweigern. In diesem Fall wird ein Sammelcontainer für nicht recycelbaren Bauschutt benötigt.

Einen solchen Container kann man von darauf spezialisierten Firmen mieten. In der Regel lässt sich dabei auch gleich der Abtransport und die Entsorgung in einem Aufwasch organisieren.

Selbstverständlich fallen für diese Art der Entsorgung Gebühren an. Da die einzelnen Anbieter sich hier in ihren Preisen und Konditionen teils deutlich unterscheiden, lohnt sich unbedingt ein umfassender Vergleich.

Auch wenn diese Methode der Entsorgung höhere Kosten verursacht als der Privattransport kleinerer Mengen zum Wertstoffhof, bietet sie immerhin einen hohen Komfort, da der Entsorger sich um alle anfallenden Schritte kümmert.

Vor dem Sammeln des Bauschutts im Container sollte allerdings genau abgeklärt werden, welche Materialien mit dem Bimsstein vermischt werden dürfen. Eine falsche Sortierung kann im Nachhinein ungewollt den Preis für die Entsorgung nach oben treiben.