Grillkohle entsorgen

Grillkohle richtig entsorgen

Sommerzeit ist Grillzeit! Ob herzhaftes Steak oder vegetarische Gemüsekost, für viele Menschen gibt es nichts Schöneres, als bei strahlendem Sonnenwetter den heimischen Grill anzuwerfen und allerhand Köstlichkeiten darauf zuzubereiten. Nach dem Essen stellt sich dann die Frage: Wohin mit der überschüssigen Grillkohle? Vorsicht ist geboten, denn eine falsche Entsorgung kann den Grillspaß nachhaltig verderben.

Wie entsorgt man Grillkohle?

  • Vor der Entsorgung sollte die Grillkohle abkühlen oder mit Wasser übergossen werden
  • Grillkohle wird als Restmüll entsorgt, sollte aber von Essensresten getrennt werden
  • Sie sollte nie direkt in den Müll gegeben werden

Vorsicht, heiß! Grillkohle unbedingt abkühlen lassen!

Bevor an die Entsorgung von Grillkohle gedacht werden kann, muss diese erst einmal gründlich abkühlen. Das ist keine gut gemeinte Empfehlung, sondern unbedingte Notwendigkeit – bei einer vorzeitigen und unsachgemäßen Entsorgung von Grillkohle besteht Brandgefahr!

Selbst am nächsten Tag kann in der Grillkohle noch ein unsichtbarer Funken glimmen, deshalb sollte die Kohle vor der Entsorgung einmal gründlich mit Wasser übergossen werden.

Wasser ist unbedingt notwendig, es genügt nicht, die Kohle einfach mit etwas Sand oder Erde zu bedecken. Grillkohle ist ein exzellenter Hitzespeicher und glüht nach Gebrauch noch lange nach.

Grillkohle aufsammeln und von Essensresten trennen

Mit einer kleinen Schaufel oder einem schützenden Handschuh kann die erkaltete Grillkohle jetzt aufgelesen und in einem Müllbeutel gesammelt werden.

Dabei sollte auf eine strikte Mülltrennung geachtet werden: Essensreste, die während des Grillvorgangs auf die Kohle gefallen sind, haben dort nichts zu suchen, sondern sollten separiert und in den Biomüll gegeben werden.

Der Müllbeutel ist dabei keine Option, sondern unbedingte Notwendigkeit: Grillkohle sollte niemals lose in die Mülltonne geschüttet werden.

Grillkohle gehört in die Restmülltonne

Auch wenn es mitunter anders zu lesen oder zu hören ist: Grillkohle gehört weder auf den Kompost noch in den Biomüll! Grillkohle ist nicht kompostierbar; Grillkohle ist einfacher Restmüll und gehört als solcher in die Hausmülltonne.

Auf dem Kompost hat die Grillasche oder Grillkohle nichts zu suchen, da in ihr noch diverse Schwermetalle enthalten sein können. Diese wurden ursprünglich von den Bäumen aufgenommen und im Holz gespeichert. Wird nun der Garten damit gedüngt, können sich diese Schwermetalle im Obst und Gemüse ablagern.

Vor der Entsorgung sollte aber unbedingt sichergestellt werden, dass die Kohle wirklich vollständig abgekühlt ist. Fühlt sie sich beim Aufsammeln oder im Beutel warm an, sollte sie noch einmal in Wasser getaucht werden.

Nach der Entsorgung den Grill sorgfältig reinigen

Zur fachgerechten Entsorgung von Grillkohle gehört es auch, denn Grill im Anschluss gründlich zu reinigen. Das ist wichtig für die Hygiene und die eigene Gesundheit, erleichtert aber auch die Entsorgung der Grillkohle nach dem nächsten Grillgang.

Es versteht sich von selbst, dass Grillkohle immer nur einmal benutzt werden kann – für jedes neue Grillfest wird deshalb auch neue Grillkohle benötigt. Hier darf nicht am falschen Ende gespart werden.

Bei Feuer haftet der Verursacher

Löst nicht sachgemäß entsorgte Grillkohle einen Brand aus, kann es schnell teuer werden – von der Gefahr für Leib und Leben ganz abgesehen. Es droht unter Umständen sogar eine Strafanzeige, und auch die Kosten für den möglichen Einsatz der Feuerwehr können dem leichtsinnigen Grillmeister in Rechnung gestellt werden.

Da ist es besser und günstiger, die Grillkohle rechtzeitig selbst zu entsorgen – natürlich fachgerecht und umsichtig. Beim Aufsammeln und Lagern der Grillkohle ist ebenfalls Vorsicht geboten: Auch Funkenflug kann einen Brand auslösen.

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