Jakobskreuzkraut entsorgen

Jakobskreuzkraut entsorgen

Gartenbesitzer und auch Landwirte kennen das sogenannte Jakobskreuzkraut als Unkraut. Diese Pflanze verbreitet sich relativ schnell und beginnt ihre Blütezeit Anfang Juni. Zum Teil kann diese Pflanze eine Wuchshöhe bis 100 cm erreichen. Sämtliche Bestandteile sind giftig. So ist es auch verständlich, dass sich insbesondere die Gartenbesitzer die Frage stellen, wie Jakobskreuzkraut am besten entsorgt wird.

Wie entsorgt man Jakobskreuzkraut?

Jakobskreuzkraut kann entsorgt werden, indem man es auf dem Komposter verroten lässt oder in die grüne Biomülltonne gibt. Geringe Mengen des Unkrauts lassen sich auch über die schwarze Restmülltonne entsorgen.

Außerhalb von Ortschaften können Landwirte das Jakobskreuzkraut verbrennen, sofern dies gemäss der örtlichen Gesetzlage erlaubt ist.

Was genau ist Jakobskreuzkraut überhaupt?

Jakobskreuzkraut ist auch unter der Bezeichnung Jakobs-Greiskraut bekannt. Die Pflanze gehört zu den Korbblütlern und mit all seinen Bestandteilen giftig.

Im Anfangsstadium bildet das Kraut eine große Blattrosette aus Laubblättern. Erst nach zwei Jahren entwickelt sich in der Mitte ein dunkelroter Stängel mit Blütenständen. Die Blüten weisen eine gelbe Farbe auf.

Die schirmrispigen Blüten haben äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit mit Margeriten.

Beheimatet ist das Jakobskreuzkraut in Europa und Westasien. Es bevorzugt gemäßigte Klimazonen. Dabei entsteht dieses Kraut häufig an Feldrändern, auf Wiesen, auf Äckern sowie auch in heimischen Gärten. Die Pflanze ist relativ genügsam und gedeiht auch auf sehr mageren bzw. trockenen Böden.

So gelingt die Entsorgung des Jakobskreuzkrautes

In der Landwirtschaft werden zur Bekämpfung von Jakobskreuzkraut die gelb-schwarz gestreiften Raupen der Schmetterlingsgattung Jakobskreuzbären eingesetzt. Diese Tiere ernähren sich von den giftigen Pflanzen und werden durch das selbst aufgenommene Gift für andere Fraßfeinde ungenießbar.

Damit lassen sich aber nur die Blätter und Blüten bekämpfen.

Neuerdings setzen Landwirte aber auch sogenannte Flohkäfer ein. Diese fressen sich durch das Wurzelwerk dieser Pflanzen und zerstören diese nachhaltig. Im heimischen Bereich kann ausgerissenes Jakobskreuzkraut sehr gut über den Komposter entsorgt werden.

Es ist jedoch darauf zu achten, dass die trockenen Samen nicht ungehindert aus dem Komposter fortfliegen können. Ansonsten verbreitet sich das Kraut ungehindert wieder im Garten.

Wie kann man Jakobskreuzkraut sonst noch bekämpfen und entfernen?

Gartenbesitzer müssen diese Krautpflanze großzügig aus dem Boden ausstechen. Wichtig ist, dass sämtliche Bestandteile dabei entfernt werden. Wegen der Giftigkeit werden Gartenhandschuhe empfohlen.

Die Pflanzenreste können problemlos in die grüne Biomülltonne entsorgt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nach dem Schneiden oder Entfernen aus dem Boden bis zur Entsorgung in dichte Säcke verpackt werden.

Grund hierfür ist, dass die Pflanze nach dem Schnitt innerhalb kürzester Zeit nachreift und die Samenkapseln abwirft. Somit kann sich das Kraut ungehindert vermehren. Nach der Entsorgung über die Biotonne wird das Kraut in den Kompostanlagen zuverlässig zerstört.

Wer nur geringe Mengen Jakobskreuzkraut entsorgen möchte, kann die Pflanzenreste aber auch in die schwarze Restmülltonne geben. Auch hier wird wieder ein dichtverschließbarer Beutel empfohlen, um eine Samenausbreitung zu vermeiden.

Im landwirtschaftlichen Bereich können diese Pflanzenreste außerhalb von Ortschaften auch verbrannt werden. Dabei werden die Samen am besten zerstört. Es gilt jedoch die lokale Gesetzgebung zu beachten!

Darum ist Jakobskreuzkraut so giftig und gefährlich

Fressen Nutztiere wie Rinder, Schafe oder auch Pferde das Kraut, so konsumieren sie gleichzeitig auch die giftigen Pyrrolizidin Alkaloide, welche im Jakobskreuzkraut enthalten sind. Dies führt zu massiven Leberschäden, Vergiftungen und nach einer gewissen Ansammlungsperiode zum Tod.

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