Stahlwolle entsorgen

Stahlwolle entsorgen

Stahlwolle kommt in vielen Haushalten als Reinigungsmittel zum Einsatz, um besonders hartnäckigem Schmutz den Garaus zu machen. Außerdem findet sie bei der handwerklichen Bearbeitung von verschiedenen Materialien Verwendung. Was passiert aber, wenn der unentbehrliche Haushaltshelfer selbst zum Müll wird? Die richtige Entsorgung von Stahlwolle ist gar nicht so schwer.

Wie entsorgt man Stahlwolle?

Stahlwolle entsorgt man im Restmüll, sie gilt weder als Wertstoff noch als Verpackung. Insgesamt ist die Wolle aber sehr lange haltbar, lediglich bei Feuchtigkeit leidet die Stahlwolle und kann rosten.

Stahlwolle ist lange haltbar, kann aber rosten

Stahlwolle klingt nicht nur sehr robust, sie ist auch tatsächlich ein äußerst widerstandsfähiges Material. Bei pfleglicher Handhabung kann sie nahezu unbegrenzt aufbewahrt werden – allerdings reagiert die Stahlwolle empfindlich auf Wasser.

Kommt sie mit Feuchtigkeit in Berührung, kann sie rosten und damit ihre Tauglichkeit verlieren.

Eine Ausnahme von dieser Regel stellen natürlich Reinigungsschwämme dar, die aus rostfreiem Edelstahl gefertigt werden. Sie vertragen auch den Kontakt mit Feuchtigkeit, zum Beispiel mit Spülwasser, sehr gut.

Stahlwolle wird aus Stacheldraht hergestellt

Die Robustheit der Stahlwolle kommt nicht von ungefähr, denn sie trägt ihren Namen zurecht: Sie besteht aus Metallfasern, die aus speziell behandeltem Stacheldraht gewonnen werden. Durch ihren 3- bis 4-eckigen Querschnitt entwickeln sie den Effekt einer Ziehklinge.

Deshalb eignet sich die Stahlwolle besonders gut zur Bearbeitung von Oberflächen – zum Beispiel von gemasertem Holz. Es gibt die Stahlwolle in unterschiedlichen Feinheitsgraden, von Nr. 0000 bis Nr. 5.

Stahlwolle zählt als Restmüll

Falls Stahlwolle entsorgt werden muss, bleibt nur der Weg zur gewöhnlichen Hausmülltonne. Ob als Reinigungsschwamm oder Schleifmaterial – die Stahlwolle ist weder Verpackung noch Wertstoff und findet daher weder im Gelben Sack noch in der Roten Tonne ihren Platz.

Weil die Stahlwolle als Restmüll wenig dankbar für die Verwertung ist, empfiehlt es sich, sie möglichst umfassend zu nutzen, ehe sie entsorgt wird. Man kann einen Reinigungsschwamm nach Gebrauch ruhig einmal trocknen lassen und für eine zweite oder dritte Spülaktion nutzen.

Stahlwolle als Reinigungsschwämme hat lange Tradition

Stahlwolle als Reinigungsschwämme sind schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Gebrauch und erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit.

Angst vor dem Schaum und der rötlichen Färbung, die handelsübliche Reinigungsschwämme aus Stahlwolle mit sich bringen, braucht übrigens kein umweltbewusster Nutzer zu haben: Dabei handelt es sich um verschiedene Seifen und Polierrot, mit dem die Hersteller die Reinigungsschwämme der besseren Effizienz wegen versetzen.

An der Kategorisierung zur Entsorgung ändert dieser Umstand nichts: Auch schäumende Schwämme gehören einfach in die gewöhnliche Hausmülltonne.

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