Zecken entsorgen

Zecken richtig entsorgen

Zecken gelten gemeinhin als ausgemachte Plage; selbst erklärte Tierfreunde verziehen angewidert das Gesicht, wenn es um die gefährlichen kleinen Schädlinge geht. Werden sie irgendwo entdeckt, will jedermann sie so schnell wie möglich entfernen, was oft gar nicht so einfach ist – und auch bei der Entsorgung von Zecken kann eine Menge falsch gemacht werden! Beispielsweise ist es keine gute Idee, eine Zecke einfach die Toilette hinunterzuspülen.

Wie entsorgt man Zecken?

Zecken sollte man zur Entsorgung nicht einfach die Toilette hinunterspülen. Man sollte sie möglichst schnell entfernen und anschliessend mit einem Tuch gründlich zerdrücken.

Bei einem Zeckenbiss ist schnelles Handeln angesagt

Wird ein Zeckenbiss entdeckt, sollten umgehend entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Zecken bedeuten eine ernst zu nehmende Gefahr, sie übertragen gefährliche Krankheiten wie Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Vor allem Hundebesitzer sind gefährdet, bewegt sich ihr vierbeiniger Liebling doch im bevorzugten Jagdrevier der Zecken: in Sträuchern, in hohem Gras und im Unterholz. Auch passionierte Freiluft-Jogger sollten auf ihre Laufwege achten und möglichst lange Jogginghosen tragen.

Saugt sich doch einmal eine blutgierige Zecke an Tier oder Mensch fest, gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht panisch nach den kleinen Saugern zu schlagen: Stattdessen hilft der Griff zu einer Pinzette mit gebogener Spitze.

Im Handel gibt es außerdem praktische Hilfen wie Zeckenlasso und Zeckenkarte. Privat sehr gute Erfahrungen habe ich mit diesem Set >>hier<< zur Zeckenentfernung gemacht (Amazon.de, Amazonaffiliatelink).

Zur Not kann die Zecke auch mit zwei Fingern (Daumen und Zeigefinger) vorsichtig – und vor allem lebendig! – herausgezogen werden.

Die Körperflüssigkeit der Zecken ist gefährlich

Auch wenn die Zecke nur krabbelt und noch nicht zugebissen hat, ist Zurückhaltung nicht angebracht: Wird man einer Zecke ansichtig, sollte man das gefährliche Tier umgehend töten – dabei ist allerdings Vorsicht geboten.

Kontakt mit der Körperflüssigkeit der Zecke sollte unbedingt vermieden werden, denn dabei werden die oben aufgeführten gefährlichen Krankheiten übertragen. Das bedeutet: Die Zecke darf nicht zwischen den Fingern zerquetscht werden, auch von einem Schlag mit der Handfläche ist dringend abzuraten.

Zecken überleben die Toilettenspülung

Zecken sind nicht nur außerordentlich lästig, sie halten leider auch einiges aus und überleben selbst unter widrigsten Umständen.

Selbst die beliebte Toilettenspülung bedeutet für eine Zecke nicht zwangsläufig das Ende, denn Zecken können verhältnismäßig gut und lange im Wasser überleben – Wissenschaftler fanden bei Versuchen heraus, dass die feuchtigkeitsliebende Zecke bis zu drei Wochen unter Wasser am Leben bleibt.

Deshalb sind Abfluss und Toilette keine valide Option, wenn es um die gründliche Entsorgung von Zecken geht.

Zecken trotzen auch physischer Gewalt

Auch mit harten Bandagen ist es nicht so einfach, Zecken beizukommen: Mit einem Schuhabsatz lassen sie sich nicht so einfach zertreten und auch Schlägen mit einer eingerollten Zeitung oder Fliegenklatsche trotzen sie mit Erfolg.

Am besten ist es deshalb, die Zecke in Papier einzuschlagen und dann mit einem harten Gegenstand, zum Beispiel einer Flasche oder einem Glas, das Insekt gründlich zu zerdrücken.

Wichtig ist, dass es beim Zerdrücken nicht zu Kontakt mit der gefährlichen Körperflüssigkeit der Zecken kommt. Feuerfest sind Zecken überdies auch nicht: Der Wurf ins Kaminfeuer bringt die Tiere in jedem Fall um, auch das Abschneiden des Kopfes mit einem scharfen Messer hat sich bewährt.

Gründliche Hygiene ist unverzichtbar

Sind die Überreste der zerdrückten Zecke entsorgt, geht es an die gründliche Desinfektion. Wurde die Zecke ungeschützt auf einer bloßen Oberfläche zerquetscht, muss diese gesäubert werden – am besten mit Alkohol oder einem anderen Lösungsmittel.

Auch die Hände sollten penibel gewaschen werden, um allen möglichen Rückständen den Garaus zu machen. Die schädlichen Erreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, deshalb sollte bei der Reinigung nicht gespart werden. Mit Zecken ist nicht zu scherzen – Vorsicht und Umsicht sind deshalb Trumpf.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.