Steinwolle & Mineralwolle entsorgen

Steinwolle und Mineralwolle gehören nach wie vor zu den beliebtesten Dämmstoffen in Deutschland. Sie kommen bei Neubauten ebenso zum Einsatz wie bei Sanierungen. Ihre entscheidenden Vorzüge sind Flexibilität und Feuerfestigkeit. Bei der Entsorgung ist allerdings Vorsicht geboten: Gerade ältere Varianten sind nicht ganz frei von gefährlichen Inhalten. Bei der fachgerechten Entsorgung sollten deshalb unbedingt ein paar Regeln beachtet werden:

So werden Steinwolle und Mineralwolle richtig entsorgt – Zusammenfassung

  • Steinwolle und Mineralwolle dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden!
  • Bei der Entsorgung von Steinwolle und Mineralwolle Schutzkleidung tragen!
  • Auch die Wohnumgebung muss vor austretenden Fasern geschützt werden!
  • Steinwolle und Mineralwolle gehört auf die Wertstoffdeponie!
  • Sie sollte nicht lange gelagert werden!
  • Säcke und Container luftdicht verschließen!
  • Neue Dämmwolle ist normalerweise weniger risikobehaftet als alte!
  • Bei größeren Mengen unbedingt den Entsorgungsnachweis aufbewahren!

STEINWOLLE UND MINERALWOLLE GEHÖREN NICHT IN DEN HAUSMÜLL

Es ist unbequem, versteht sich aber eigentlich von selbst: Steinwolle und Mineralwolle haben im Hausmüll nichts zu suchen.

So praktisch sie als Dämmstoff sein mögen, so ernst muss man doch die mögliche Gesundheitsgefährdung nehmen. Wer Steinwolle und Mineralwolle im Hausmüll entsorgt, gefährdet sich selbst und andere.

Außerdem ist diese Art der Entsorgung eine große Belastung für jeden Müllverwerter: Einer der größten Vorzüge der Dämmwolle, ihre Feuerfestigkeit, macht es hier unmöglich, Steinwolle und Mineralwolle einfach in den Verbrennungsofen zu geben.

BEI DER ENTSORGUNG ENTSPRECHENDE SCHUTZMASSNAHMEN TREFFEN

Die Entsorgung von Steinwolle und Mineralwolle ist nicht ungefährlich. Die austretenden Fasern sind potenziell krebserregend, wenn auch das genaue Risiko noch nicht ausreichend erforscht ist.

Deshalb sollte die Dämmwolle auch sorgfältig mit einem geeigneten Cutter herausgeschnitten und nicht einfach mit den Händen abgerissen werden. In jedem Fall sollten aber entsprechende Vorkehrungen getroffen werden: Passende Schutzkleidung inklusive Schutzbrille, Mundschutz und Handschuhen ist keine Empfehlung, sondern Pflicht!

Gerade bei lokal eingegrenzten Ausbesserungsarbeiten in einem an sich noch bewohnten Umfeld muss außerdem auch beim Abtransport für eine ausreichende Abdeckung der Möbel, Vorhänge und Teppiche gesorgt werden – sonst setzten sich leicht kleine Fasern unbemerkt in der Wohnumgebung fest und können ihre schadhafte Wirkung langfristig unbemerkt ausüben.

MINERALWOLLE UND STEINWOLLE MÜSSEN AUF DEM WERTSTOFFHOF ENTSORGT WERDEN

Um den Weg zur Wertstoffdeponie kommt man bei der Entsorgung von Mineralwolle und Steinwolle leider nicht herum.

Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, sollte auf einen geeigneten Container zurückgegriffen werden, alternativ lohnt sich auch das Engagement eines auf derartige Abfälle spezialisierten Entsorgers, der die Mineralwolle und Steinwolle direkt beim Kunden abholt.

Dringend abzuraten ist von einer längeren Lagerung der Dämmwolle in Eigenverantwortung, weil sich dabei Schimmel und andere Schädlinge ausbreiten können.

Für die Lagerung von Steinwolle und Mineralwolle sollten große, reißfeste und luftdichte Säcke oder eben gleich professionelle Container zum Einsatz kommen. Die geeigneten Behältnisse gibt es im Handel zu mieten oder zu kaufen – gewöhnliche Müll- oder Laubsäcke sind keinesfalls ausreichend!

ANFALLENDE GEBÜHREN SOLLTEN RECHTZEITIG ERFRAGT WERDEN

Wird eine Entsorgungsfirma beauftragt, sollten die Preismodalitäten rechtzeitig geklärt werden – oft wird nach Gewicht abgerechnet, das bedeutet: nasse Wolle ist schwerer und damit teurer.

Gebühren fallen im Normalfall auch bei der Abgabe bei einer Wertstoffdeponie an; rechtzeitige Information ist bei allen Optionen geboten.

Auf alle Fälle lohnt sich die Anforderung eines Entsorgungsnachweises für die Steinwolle – eine solche Quittung wird bei kleineren Mengen von Privatleuten zwar nicht verlangt, man ist damit aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

BESONDERE VORSICHT BEI ALTER STEINWOLLE UND MINERALWOLLE

Besondere Vorsicht ist vor allem bei Dämmwolle aus älterer Herstellung gefordert. Als entscheidende Schwelle gilt normalerweise das Jahr 2000.

Stein- und Mineralwolle, die jetzt im Handel erworben werden können, sind meist weniger belastet, aber natürlich trotzdem kein völlig unbedenkliches Material. Gerade bei Renovierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden ist deshalb ein behutsames Vorgehen geboten.

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