Tote Tiere entsorgen

Wie entsorgt man Tote Tiere? Nur tote Kleintiere wie Hamster und Vögel dürfen im Restmüll entsorgt werden. Tote Tiere gehören aber normalerweise zur Entsorgung auf die Tierbeseitigungsanlage.

Hunde oder Katzen dürfen vielerorts ausnahmsweise auf dem eigenen Grundstück begraben werden, wenn das Grab mindestens 50 cm tief ist und 2 m Abstand von öffentlichen Wegen und Nachbargrundstücken eingehalten werden.

Außerdem darf vor Ort kein Wasserschutz bestehen. Als Alternative für die Entsorgung toter Haustiere kommt auch ein Tierfriedhof infrage.

Nur Kleintiere dürfen in der Restmülltonne entsorgt werden

Wahrscheinlich käme kein Haustierhalter auf die Idee, seinen verstorbenen Liebling einfach in der Mülltonne zu entsorgen. Bei dem toten Vogel oder der toten Maus, die Katze oder Hund als Beute anschleppen, sieht es anders aus.

Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn grundsätzlich gehören Tiere nicht in die Mülltonne. Eine mögliche Ausnahme besteht lediglich für sehr kleine tote Tiere wie Hamster oder Mäuse: Diese Kleintiere dürfen über die Restmülltonne entsorgt werden.

Für Hunde oder Katzen gilt diese Ausnahmeregelung indes nicht: Selbst die kleinsten Vertreter sind zu groß für eine Entsorgung in der Restmülltonne. Gegen diese gesetzlich festgeschriebenen Begrenzungen sollte nicht verstoßen werden, sonst droht ein empfindliches Bußgeld.

Tote Tiere sind potenziell immer gefährlich – abgesehen vom Leichengift können auch Krankheiten übertragen werden.

Tote Haustiere können manchmal im Garten begraben werden

Viele Menschen möchten sich begreiflicherweise von ihrem toten Liebling nicht so einfach trennen und ihn auch im Tod in ihrer Nähe wissen. Das eigene Grundstück, vor allem der Garten, wird häufig und gern als mögliche letzte Ruhestätte für Hund oder Katze ausgewählt.

Gerade für Kinder ist es oft sehr tröstlich, wenn sie für ihren verlorenen Spielkameraden ein Grab bekommen. Grundsätzlich ist ein Begräbnis des Haustieres auf dem eigenen Grundstück auch möglich, allerdings gelten bestimmte Auflagen:

Das Grab muss mindestens 50 Zentimeter tief sein und zu Nachbargrundstücken und öffentlichen Wegen muss ein Abstand von wenigstens 2 Metern gewahrt werden.

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Außerdem darf für das betreffende Grundstück kein Wasserschutz bestehen, damit kein Leichengift ins Grundwasser gelangen kann. In Regionen mit hohem Grundwasserspiegel ist das Vergraben von toten Haustieren zur Entsorgung deshalb oft grundsätzlich verboten.

In jedem Fall sollte deshalb vor dem Begräbnis erfragt werden, welche Vorschriften diesbezüglich vor Ort gelten, sonst kann es schnell teuer werden.

Tierbeseitigungsanstalt ist der richtige Entsorgungsweg

Auch wenn der Name dieser Institution für viele Haustierbesitzer nicht sehr angenehm klingt, ist die Tierbeseitigungsanstalt der richtige Weg für die Entsorgung toter Tiere.

Ist ein Transport nicht ohne Weiteres möglich, holen viele Anbieter das tote Tier auch vor Ort zur Entsorgung ab.

Nur auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein totes Tier richtig entsorgt wird und keine Giftstoffe in die Umwelt gelangen. Wird ein Haustier bei einem Tierarzt eingeschläfert, kann der Kadaver auch gleich diesem überlassen werden – er kümmert sich dann um die Entsorgung des toten Tieres in der zuständigen Tierbeseitigungsanstalt.

Auch Zootiere oder im Straßenverkehr überfahrene Tiere werden auf diese Weise entsorgt. Für die Entsorgung fremder und herrenloser Wildtiere ist der Besitzer des jeweiligen Grundstücks verantwortlich.

Sofern keine Anzeichen auf eine Erkrankung bestehen oder es sich bei dem Fundort um ein Wasserschutzgebiet handelt, können die Tiere vor Ort vergraben werden. Die vorgeschriebene Tiefe von mindestens 50 Zentimetern soll sicherstellen, dass Füchse und ähnliche Jäger die toten Tiere nicht wittern und ausgraben können.

Ein Tierfriedhof ist eine würdige Alternative

Wenn das Haustier partout nicht zu einer Tierbeseitigungsanstalt gebracht werden soll, aber ein Vergraben im eigenen Garten ebenfalls nicht möglich ist, dann kommt noch ein Tierfriedhof als würdige Alternative infrage. In diesem Fall kann nicht mehr von der Entsorgung von toten Tieren gesprochen werden.

Inzwischen gibt es immer mehr solcher Angebote im gesamten Bundesgebiet, da die Nachfrage von Tierhaltern nach einer würdevollen Bestattung für ihren Liebling in den letzten Jahren zugenommen hat.

In Schwäbisch Hall ist es sogar möglich, Pferde in einem eigens dafür eingerichteten Krematorium einäschern und bestatten zu lassen. Der Erfolg ist so groß, dass bereits mindestens ein weiteres Pferdekrematorium an anderer Stelle geplant ist.

Eine exotische und nicht ganz preiswerte Möglichkeit der Entsorgung toter Tiere ist eine Seebestattung – auch solche Angebote sind inzwischen verfügbar. Manche Tierhalter verzichten ganz auf eine Entsorgung und lassen ihren Liebling stattdessen präparieren – so können sie ihn zumindest visuell bei sich behalten. Allerdings wird die Präparation nur selten in Anspruch genommen.

Häufige Fragen

Wie entsorgt man einen toten Vogel? Ein toter Vogel darf im Restmüll entsorgt werden. Tote Tiere gehören aber normalerweise zur Entsorgung auf die Tierbeseitigungsanlage.

Wie entsorgt man eine tote Maus? Eine tote Maus darf im Restmüll entsorgt werden. Tote Tiere gehören aber normalerweise zur Entsorgung auf die Tierbeseitigungsanlage.

Wie entsorgt man eine tote Katze? Eine tote Katze muss über eine Tierbeseitigungsanlage oder einen Tierarzt entsorgt werden. Der Tierfriedhof ist eine würdigeres Ende. Sie gehört nicht in den Restmüll.

Wie entsorgt man einen toten Hund? Ein toter Hund muss über einen Tierarzt oder eine Tierbeseitigungsanlage entsorgt werden. Optimalerweise wird der Hund auf einem Tierfriedhof begraben. Er gehört nicht in den Restmüll.