Adventskranz entsorgen

Adventskranz richtig entsorgen

Weihnachten ohne Adventskranz – für viele Menschen unvorstellbar. Nicht nur Kinder fiebern dem Anzünden der jeweils nächsten Adventskerze ungeduldig entgegen. Das schöne Stück Tradition teilt allerdings das Schicksal der Vergänglichkeit mit dem Weihnachtsbaum: Nach dem Fest muss es möglichst schnell und sauber entsorgt werden. Wohin mit dem alten Adventskranz?

Wie entsorgt man einen Adventskranz?

  • Ein Adventskranz besteht aus verschiedenen Teilen.
  • Der komplette Adventskranz ist als Restmüll oder Sperrmüll zu entsorgen.
  • Es ist sinnvoll, den Adventskranz zu zerlegen.
  • Unverschmutztes Tannenreisig darf in der Biomülltonne entsorgt werden.
  • Kerzenstummel gehören in die Restmülltonne.
  • Rohlinge aus Naturmaterial sind Bioabfall.
  • Rohlinge aus Styropor gelten als Restmüll.
  • Kerzenteller können weiterverwendet werden.

Der Adventskranz ist bezüglich Entsorgung einfach und doch kompliziert

Eine Schwierigkeit bei der Entsorgung des Adventskranzes liegt darin, dass Adventskränze aus vielen unterschiedlichen Teilen bestehen. Allein der verwendete Schmuck kann aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt sein, die dementsprechend auch eine unterschiedliche Entsorgung notwendig machen.

Für gewöhnlich besteht ein handelsüblicher Adventskranz aus einem Rohling, um den das Tannenreisig geflochten wird, aus Draht, mit dem Schmuck und Reisig fixiert werden, aus Kerzentellern und Kerzen beziehungsweise Kerzenresten.

Alle aufgezählten Bestandteile des Adventskranzes fallen in unterschiedliche Müllkategorien – was eine Entsorgung des Adventskranzes als Ganzes schwierig macht.

Der Adventskranz darf in die Restmülltonne oder auf den Sperrmüll

Der Adventskranz kann in der Theorie natürlich komplett entsorgt werden – dafür kommen nur die Restmülltonne oder der Sperrmüll infrage.

Diese Art der Entsorgung ist zwar bequem, bringt aber bei Licht besehen mehr Nachteile als Vorteile mit sich: Die Mülltonne wird verstopft, die Umwelt belastet und möglicherweise gehen auch durchaus weiterverwertbare Komponenten des Kranzes verloren.

Deshalb ist die Entsorgung des Adventskranzes in der Restmülltonne oder als Sperrmüll verantwortungsbewussten Verbrauchern nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

Der Adventskranz sollte für die Entsorgung in seine Einzelteile zerlegt werden

Für eine fachgerechte und möglichst umweltfreundliche Entsorgung ist es unumgänglich, den Adventskranz in seine Einzelteile zu zerlegen. Das ist im Normalfall gar nicht schwer und macht die Entsorgung sogar einfacher, weil die einzelnen Komponenten natürlich viel weniger Platz beanspruchen als der eher sperrige Adventskranz im unveränderten Ganzen.

Gerade das am Kranz angebrachte Dekorationsmaterial lässt sich oft noch weiterverwenden und im nächsten Jahr für einen neuen Adventskranz oder einen Weihnachtsteller benutzen.

Sauberes Tannenreisig ist ein Fall für die Biotonne

Für den besonderen weihnachtlichen Duft des Adventskranzes sorgt nicht zuletzt das originale Tannenreisig aus dem Wald. Gerade diese unverzichtbare Komponente ist aber am stärksten von der Verderblichkeit betroffen.

Dafür kann das Tannenreisig aber auch am saubersten und am umweltfreundlichsten entsorgt werden: Wird es von allen Verschmutzungen und Drittstoffen befreit, zum Beispiel von Schmuck und Draht, dann kann es ganz normal in der Biotonne entsorgt werden.

Auf gar keinen Fall darf aber ein kompletter Adventskranz oder Tannenreisig mit Draht und Dekorationsmaterial in die Biotonne gegeben werden – in diesem Fall ist die Restmülltonne doch die bessere Option.

Kerzenstummel sind in der Restmülltonne gut aufgehoben

Für Kerzenstummel gibt es im Normalfall keine sinnvolle Weiterverwendung. Mitunter finden in örtlichen Kirchengemeinden Sammlungen statt, bei denen gerne alte Kerzen und Kerzenstummel zusammengetragen werden; ist dies aber gerade nicht der Fall, bleibt für die Kerzenreste eines Adventskranzes nur die Restmülltonne zur Entsorgung übrig.

Kerzenteller können im nächsten Jahr wiederverwendet werden

Die Kerzenteller oder ähnliche Befestigungen müssen nicht entsorgt werden – sie können im Folgejahr auf einem neuen Adventskranz wieder ihren Zweck erfüllen. Zur Not genügt es, sie einmal gründlich zu reinigen und von allen Wachsresten zu befreien.

Beim Dekorationsmaterial kommt es auf das Material an: Orangenscheiben oder Nüsse sind vergänglich und gehören in die Biotonne, Holz- und Plastikschmuck, zum Beispiel kleine Figürchen oder Knöpfe, können an einen neuen Kranz angebracht werden.

Bei der Entsorgung der Rohlinge ist das Material entscheidend

Der Umgang mit den Rohlingen, die das Herzstück eines jeden Adventskranzes bilden, richtet sich nach dem verwendeten Material. Rohlinge aus Naturmaterialien können wie das Tannenreisig als Bioabfall entsorgt werden.

Wurde der Rohling aber aus Styropor oder einem anderen Kunststoff gefertigt, dann hat er natürlich in der Biotonne nichts zu suchen, sondern gehört stattdessen in die Restmülltonne.

Dasselbe gilt für Rohlinge, die noch mit Draht oder Dekorationsmaterialien besetzt sind. Im Zweifel gilt: lieber nicht in die Biotonne, um den sensiblen Kompostierungsprozess nicht zu gefährden.

Eine pflegliche Behandlung erhält den Adventskranz länger frisch

Der Adventskranz ist ein vergängliches Gut und muss früher oder später entsorgt werden. Ist das aber schon vor dem Weihnachtsfest nötig, dann sorgt das bei Eltern und Kindern für lange Gesichter.

Mit der richtigen Behandlung hält der Adventskranz so lange, wie er soll: Weil Wärme dem Adventskranz nicht guttut, ist es zum Beispiel eine gute Idee, ihn über Nacht auf dem Balkon zu lagern – schließlich sind die meisten Wohnungen während der kalten Winterzeit gut beheizt, was nicht der natürlichen Umgebung von Tannenreisig entspricht.

Beim Lagern an der frischen Luft sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Adventskranz nicht in der Zugluft liegt – die trocknet die Nadeln nämlich ebenfalls schnell aus.

Es ist außerdem empfehlenswert, den Kranz jeden Tag ein wenig zu befeuchten, um seine Lebensdauer zu erhöhen. Das sollte allerdings nicht mit der Gießkanne, sondern mit einem Zerstäuber geschehen – einfaches Leitungswasser genügt.

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