Kaffee & Kaffeesatz entsorgen

Wer selbst seinen Kaffee aufbrüht, der produziert automatisch einen Kaffeesatz. Es handelt sich hierbei um die Überreste der gemahlenen Kaffeebohnen. Während sich früher das Kaffeemehl am Boden der Tasse festsetzte, landet dieses heute vornehmlich im Kaffeefilter. Bei Padmaschinen oder den Kaffeecups verbleibt nach dem Brühen das Kaffeemehl im Pad oder in der Kapsel. Fraglich ist, wie sich Kaffee und Kaffeesatz am besten entsorgen lässt.

Wie entsorgt man Kaffeesatz?

  • Zum Entsorgen von Kaffee und Kaffeesatz eignet sich die Biotonne.
  • Kaffeesatz lässt sich aber auch als Düngemittel und als Reinigungsmittel verwenden.
  • Ebenso kann Kaffeesatz als Kosmetik genutzt werden.
  • Kaffeereste in Cups oder Pads gehören in die gelbe Wertstofftonne, Ausnahme kompostierbare Cups.

Aus was besteht Kaffeesatz?

Kaffee ist ein Naturprodukt, welches durch Rösten von Kaffeebohnen entsteht. Auf dem Markt werden die unterschiedlichsten Sorten und Geschmacksrichtungen angeboten. Durch Mahlen erreichen die Bohnen ihre Frische und erzeugen nach dem Aufbrühen einen angenehmen Duft.

Der zunächst feuchte und später trockene Kaffeesatz bleit als Abfallstoff übrig. Grundsätzlich handelt es sich also beim Kaffeesatz um die Überreste von Kaffee nach dem Aufbrühen.

Wie können Kaffee & Kaffeesatz am besten entsorgt werden?

Kaffeebohnen, die nicht mehr benötigt werden, lassen sich über die Biotonne entsorgen. Es handelt sich hierbei um echte Lebensmittelreste. Aber auch getrockneter Kaffeesatz kann in die Biotonne gegeben werden.

Vorteilhaft ist, dass der Kaffeesatz besonders geruchsbindend ist und damit andere Gerüche in der Biotonne überdecken kann. Eine Entsorgung über die schwarze Restmülltonne ist ebenfalls möglich.

Jedoch ist Kaffeesatz eigentlich viel zu schade, um diesen einfach in den Hausmüll zu geben.

Interessant ist, dass Kaffeesatz nicht nur Koffein, sondern auch Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält. Aus diesem Grund kann Kaffeesatz sehr gut zum Düngen von Pflanzen verwendet werden.

Stickstoff regt das Pflanzenwachstum an, Phosphor sorgt für eine gute Bildung von Früchten und Blüten. Kalium sorgt für eine ausreichende Pflanzenstabilität.

Wichtig ist, dass Kaffeesatz nur im trockenen Zustand auf Zimmerpflanzen oder auf Blumenbeete gehört. Im feuchten Zustand kann sich unter Umständen Schimmel bilden. Wer möchte, kann Kaffeefilter mit Kaffeesatz auch über den Komposter entsorgen.

Kaffeesatz als Reinigungsmittel

Bekanntermaßen besitzt Kaffeesatz eine leicht scheuernde Wirkung. Das getrocknete Pulver lässt sich sehr gut als Reinigungsmittel verwenden. Damit können der Grillrost, der Backofen, die Kochplatten und Ceranfelder zuverlässig gesäubert werden.

Auch in einem Kamin lassen sich damit die Aschereste gut binden. Selbst als Handwaschpaste wird zum Teil Kaffeesatz verwendet. Auch zum Reinigen von Bodenbelägen kann Kaffeesatz eingesetzt werden.

Auch wenn es gegenteilige Meinungen gibt, verwenden einige Kaffeesatz, um damit die Abflussrohre zu reinigen. Dabei soll der Kaffeesatz mit viel heißem Wasser in den Abfluss gegossen und anschließend nochmals mit heißem Wasser nachgegossen werden.

Experten und Klempner raten hiervon jedoch ab, da nicht auszuschließen ist, dass es hierdurch zu Rohrverstopfungen kommt.

Kaffeesatz als Beautymittel

In vielen Kulturen wird Kaffeesatz als Kosmetik verwendet. Die schmirgelnde Wirkung eignet sich gut als Peeling für die Haut. So ist es nicht verwunderlich, dass es aus Kaffeesatz sogar Gesichtsmasken gibt. Dabei wird der trockene Kaffeesatz mit etwas Öl verflüssigt. Einige empfehlen dieses Mittel auch gegen Cellulitis.

Bekannt ist, dass Kaffeesatz sowie frisches Kaffeemehl eine geruchsneutralisierende Wirkung besitzt. Auf diese Weise lässt Kaffeemehl zum Beispiel den starken Käsegeruch im Kühlschrank verschwinden.

Wie zuvor erläutert können sogar unangenehme Gerüche in der Biotonne damit überdeckt werden.

Welche Entsorgungsmöglichkeiten gibt es noch?

Kaffeesatz eignet sich nicht nur als Dünger, sondern kann zudem als Barriere gegen Schnecken und Ameisen eingesetzt werden. Das Pulver mögen Schnecken nicht, da sie sich hierauf nicht fortbewegen können. Auch Ameisen werden durch den Duftstoff im Kaffeesatz irritiert.

Die Entsorgung von Pads und Cups

Kaffee-Pads bestehen aus einem geschlossenen Kaffeefilter. Darin verbleibt auch der Kaffeesatz nach dem Aufbrühen und lässt sich einfach entsorgen. Kaffeepads können über die Biotonnen entsorgt werden. Ebenso lassen sich diese auch auf den Komposter werfen.

Problematischer sind die Kaffee-Cups und Kaffeekapseln. Diese bestehen leider häufig aus Aluminium oder Kunststoff. Es handelt sich damit um Verpackungsmaterialien für die gelbe Wertstofftonne. Um Rohstoffe für die Fertigung von Kaffee-Cups zu vermeiden, setzen viele Hersteller auf kompostierbare Behältnisse. Diese lassen sich dann wieder über die Biotonnen entsorgen.

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