Spiritus entsorgen

Wie entsorgt man Spiritus? Spiritus gilt als Schadstoffabfall und muss als Sondermüll entsorgt werden. Eine gute Möglichkeit zur Entsorgung von Spiritus ist das Schadstoffmobil oder der Wertstoffhof.

Das gilt insbesondere für große Mengen und kontaminierte Behälter. Spiritus sollte niemals achtlos weggeschüttet werden und darf auf keinen Fall in den Hausmüll, da selbst kleinste Mengen leicht entzündlich sind und bei verschlossenen Behältern Explosionsgefahr besteht.

Spiritus als Sonderabfall entsorgen

Spiritus ist in die Abfallgruppe „Gefährliche Abfälle“ eingeordnet und muss entsprechend behandelt werden. Das gilt insbesondere für reinen Spiritus mit hoher Ethanolkonzentration, der durch die Gefahrenhinweise „ätzend“, „feuergefährlich“ oder „giftig“ gekennzeichnet ist.

Eine Entsorgung von großen Mengen ist in diesem Fall nur über Verwertungsbetriebe gestattet, beim Schadstoffmobil kann die Substanz normalerweise in Originalbehältern bis zu einem Gesamtvolumen von 100 Liter abgegeben werden.

Diese Abfallvorschriften gelten ebenso für leere Kanister, gerade wenn sie stark kontaminiert oder korridiet sind, kleinere Kunststoffbehälter für den Hausgebrauch können nach vollständiger Entleerung über die Gelbe Wertstofftonne entsorgt werden.

Verdunstung ist keine Entsorgungsmethode

Eine einfache Methode, überschüssigen Spiritus loszuwerden, ist ihn verdunsten zu lassen. Das findet bei der normalen Anwendung bereits automatisch statt, sollte allerdings nicht vorsätzlich geschehen, da gerade bei großen Mengen viele Giftstoffe in die Umgebungsluft gelangen.

Es ist ebenfalls nicht erlaubt, Spiritus einfach achtlos in die Umwelt zu kippen, wie es bei Campingurlaubern teilweise üblich ist.

Spiritus bleibt auch im Boden für eine gewisse Zeit entzündlich, in diesem Fall ist das kontrollierte Abbrennen die bessere Variante, obwohl Schadstoffe in die Luft gelangen.

Auf keinen Fall gehört hoch konzentrierter Spiritus in den Hausmüll. Die Entzündungsgefahr ist einfach viel zu hoch, zudem kann Spiritus in Kunststoff- und Metallbehältern bei hoher Hitzeentwicklung explosiv wirken.

Was gilt bei der Entsorgung als Spiritus?

Der Begriff Spiritus ist lateinischen Ursprungs und bedeutet auf deutsch soviel wie „Atem, Geist“. Im Allgemeinen ist Spiritus hoch konzentrierter Alkohol, der einerseits als Trinkspiritus die Grundlage für verschiedene Genussmittel bildet, andererseits als Brennspiritus zu technischen Zwecken eingesetzt wird.

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Oftmals wird unter Spiritus Ethanol verstanden.

Aus Trinkspiritus entstehen verschiedenartige alkoholische Getränke, die unter dem Begriff Spirituosen zusammengefasst sind, während Brennspiritus umgangssprachlich als Spiritus bezeichnet wird und in Industrie, Gewerbe und Haushalt zur Anwendung kommt.

Zusammensetzung von Spiritus

Spiritus besteht zu etwa 94% aus konzentriertem Ethhylalkohol (=Ethanol), der mit Gällstoffen versetzt wird und aus diesem Grund für den Genuss als Lebensmittel unbrauchbar ist.

Diese Denaturierung geschieht aus steuerlichen Gründen, da technischer Spiritus von der Branntweinsteuer befreit und im Handel günstiger als Trinkspiritus ist.

Weit verbreitete Vergällungsmittel sind Methylethylketon, Isopropylalkohol und Denatoniumbenzoat, zusätzlich werden Petrolether, Diethylphthalat, Cyclohexan oder Bitrex als Markierungskomponenten beigemischt.

Gefahren bei der Spiritusentsorgung

Reiner Spiritus erzeugt beim Verdunsten giftige Dämpfe, so dass beim Umgang mit größeren Mengen Atemschutz und ausreichende Belüftung vorgeschrieben sind.

Die Verwendung von Handschuhen ist ebenfalls empfehlenswert, um Verätzungen zu vermeisen, zudem ist aufgrund der hohen Entzündlichkeit und Explosionsgefahr von Spiritus der Umgang mit offenen Feuer streng untersagt.